Alle Artikel mit dem Schlagwort: Klinikärzte

Transportschein

Der Trapo – Eine unendliche Geschichte

Da gerade mal wieder bei Facebook ein „wunderschönes“ Exemplar eines Transportscheines kursiert will ich diesen Beitrag hier, der schon etwas länger in der Pipeline hängt, endlich mal veröffentlichen. Er richtet sich an alle Ärzte*, Fach-, Pflege- und Hilfspersonal und auch alle anderen, die einmal in die Verlegenheit kommen, Transportscheine ausfüllen zu müssen: Ist es wirklich so schwer, die Dinger richtig auszufüllen??? Aber erst einmal für die „Unwissenden“: Beantragt hierzulande ein Arzt oder Krankenhaus einen Krankentransport für einen Patienten, ist dafür in der Regel ein Transportschein, kurz Trapo, offiziell auch „Verordnung einer Krankenbeförderung“ bzw im Beamtendeutsch „Muster 4“, von Nöten, damit (idealerweise) die Krankenkasse die Kosten für den Transport übernimmt. Auf diesem Schein ist nun unter anderem anzukreuzen, von wem, wie und warum der Patient zu transportieren ist. Damit sind die Aussteller aber leider viel zu oft überfordert. Immer wieder kommt es vor, dass wir falsch ausgefüllte Transportscheine erhalten, die so von den Krankenkassen abgelehnt werden würden. Wir bemühen uns daher in der Regel, diese Scheine noch vor Rechnungsstellung korrigieren bzw neu ausstellen zu lassen. Dies stößt …

Kurznachrichten

Kurznachrichten – KW01

Auch im neuen Jahr gibt es hin und wieder die Kurznachrichten mit Links zu anderen Blogs oder Nachrichtenseiten. Dieses mal mit Artikeln hinsichtlich der Arbeitsbedingungen in der Pflege und auch dem Rettungsdienst, und und und…

Kurznachrichten

Kurznachrichten – KW41

Die gesammelten Nachrichten der letzten Tage drehen sich dieses Mal hauptsächlich um den Bereich Überstunden/Erreichbarkeit/Burnout, zusätzlich und bedingt durch die Woche der Wiederbelebung natürlich auch um das Thema Erste Hilfe und die Arbeit in Notaufnahmen und der Leitstelle.

Trapo

Das könnte ich ja nicht

Ein Satz, den man als Rettungsdienstler immer mal wieder hört, egal ob von Patienten, Angehörigen, Verwandten oder Bekannten. Grundlage ist dabei oft die fälschliche Annahme, dass unser Job überwiegend darin besteht, von einem dramatischen Verkehrsunfall zum nächsten zu fahren, ständig durch literweise Blut zu waten und immerzu mit dem Elend dieser Welt konfrontiert zu sein. Das mag vielleicht in Ansätzen auch so sein, zumindest was das Elend angeht. Aber zum einen gewöhnt man sich mit der Zeit daran, zum anderen ist man in diesem Job völlig falsch, wenn man nicht damit umgehen kann. Was den Job jedoch, zumindest für mich, wirklich immer unattraktiver macht ist der fehlende Respekt mir und meiner Arbeit gegenüber. Dass wir viel zu oft nur als Taxi, Tragenträger oder Krankenwagenfahrer bezeichnet werden ist ja fast schon normal. Schließlich basiert auch der Name dieses Blogs darauf. Das ist zwar nicht schön, aber man redet leider gegen Windmühlen, wenn man mit den entsprechenden Personen darüber spricht.

Die Not mit der Pflege, Teil 2

Wir erinnern uns: Da liegt nun also eine arme Frau mit einer eröffneten Achillessehne in der Notaufnahme, die bei jeder größeren Bewegung des Fußes „lustig“ aus der Ferse springt. Ein Zustand, der natürlich nicht so bleiben konnte. Und so kam es, dass meine Oma recht schnell auf dem OP-Plan landete. Mit 91 Jahren, Diabetes und unter Xarelto-Therapie, was man aber alles in Kauf nehmen musste, um einer drohenden Blutvergiftung entgegen zu wirken. Zwei Tage später war es dann soweit. OP unter Vollnarkose, bei der letztlich ein Großteil der Achillessehne entfernt werden musste. Die OP an sich verlief zwar gut, nur dummerweise trat bei meiner Oma ein, was bei vielen älteren Menschen nach einer Operation passieren kann. Sie entwickelte ein Durchgangssyndrom/Delir und aus einer vorher noch völlig orientierten rüstigen und ruhigen Dame wurde von jetzt auf gleich eine völlig verwirrte, halluzinierende, und pflegebedürftige Patientin. Erschwerend hinzu kam noch die paradoxe Wirkung des eigentlich zur Beruhigung eingesetzten Tavors, wodurch meine Großmutter hyperaktiv wurde. Bei einer Wunde mit Vakuumpumpe, Zugang etc eher kontraproduktiv.