Der Tag nach dem Tod des King of Pop. Der Tag nach dem Medienhype um Michael Jackson. Der Tag nach der absolut übertriebenen und nervigen Dauerberieselung seiner Hits im Radio.
Es ist echt erstaunlich. Monate- und jahrelang war es eher still um Michael Jackson geworden. Man hörte primär von seinen angeblichen Kindergeschichten, seinen immensen Schulden, seinen dubiosen Krankheiten und zuletzt von den 50 Konzerten, die er in London geben wollte. Aber musikalisch war es, trotz des 25-jährigen Jubiläums, sehr still um ihn geworden. Und jetzt, ausgerechnet zu seinem plötzlichen Tod, rasten die Medien aus. Egal, welchen Radiosender man gestern hörte, nahezu jedes zweite Lied war vom King of Pop. Umschalten zwecklos. Man konnte froh sein, wenn man auf CDs umsteigen konnte. Er hat ja sicherlich teils sehr gute Musik gemacht und ich höre mir das auch sehr gerne an, aber so??? Wenn man ein Lied 5 mal oder noch öfter in der Stunde hört ist das Ganze nicht mehr schön.
Und sicherlich hätte ein solcher Tag dem Hochverschuldeten vor seinem Tod mehr geholfen, eben diese abzubauen. Den ganzen Tag laufen/liefen weltweit und auf unzähligen Sendern Hits von ihm, in den deutschen Amazon-Verkaufscharts belegen seine Platten 12 der ersten 13 Plätze, in Amerika sind es sogar die ersten 16. Nur, jetzt hat er nicht mehr viel davon.
Und wenn man das Notruf-Protokoll richtig interpretiert, hat sein Leibarzt ihn wohl auch im Bett reanimiert. Also dann wohl eher die Matratze als den King of Pop, denn sowas lernt man im Erste Hilfe – Kurs, dass man einen festen Untergrund benötigt. Das ist ja auch das erste, was der Disponent vorschlägt. Auch sehr suspekt, dass der Arzt jetzt anscheinend verschwunden ist.
Naja, schauen wir mal, wie lange es dauert, bis der ganze Hype wieder abgeklungen ist.
Ich kann nur sagen: Rest in peace, Michael!