Kategorie » Sunnys Einsätze «

Prügelnde Nachbarn

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Die Protagonistin dieses Beitrags, Sunny, ihre Einsätze inklusive aller Namen, Orte und Vorkommnisse sind frei erfunden und eine Ähnlichkeit mit existierenden Personen und Örtlichkeiten rein zufällig und nicht beabsichtigt!

Die Schicht war bisher recht ruhig verlaufen. Am späten Abend wurde Sunny dann alarmiert zu einem Krankentransport. Der an den RTW übermittelte FMS-Text machte daraus schon einen “RTW chirurgisch”. Naja, das konnte ja alles mögliche sein. Einsatzort war ein nicht unbedingt beliebtes Wohnviertel. Beim Eintreffen des RTW stand dann auch bereits ein Wagen der Polizei vor der Tür. “Das wird ja immer besser”, dachte sich Sunny noch. Beim Betreten des Mehrfamilienhauses dann der nächste Schock: Die Wohnungstür des Patienten lag in vielen kleinen Einzelteilen im Hausflur und im Flur der Wohnung. Langsam wurde es Sunny etwas mulmig.

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Gestürztes Kind

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Wieder mal ein recht ruhiger Wochenend-Dienst für Sunny. Am frühen Nachmittag dann die Alarmierung zu einem “gestürzten Kind”. Näheres nicht bekannt, Einsatz zuerst einmal ohne Notarzt und mit normaler Anfahrt. Einsatzort war eine Festhalle bzw der angrenzende Kinderspielplatz, wo zu Sunnys Erstaunen eine größere Geburtstagsfeier stattfand. Aus diesem Grund gab es gleich 30 – 40 Zuschauer, die sich das nun folgende Schauspiel natürlich ansehen wollten.

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Die rote Gefahr

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Medikamente und deren richtige Dosierung waren schon so eine Sache. Auch die ein oder andere Nebenwirkung sollte man je nach Medikament kennen. Gerade bei älteren Patienten funktionierte das dann aber manchmal nicht mehr so richtig. So auch in einem Nachtdienst von Sunny. Gegen 3 Uhr in der Nacht ging der Alarm, zusammen mit einem Notarzt, gemeldet waren Kreislaufprobleme.

Beim Eintreffen am Einsatzort saß die Patientin in ihrer Küche auf einem Stuhl, nicht mehr ansprechbar, der Kopf zurückgefallen in den Nacken, Schnappatmung. Nicht unbedingt die beste Ausgangssituation für “Kreislaufprobleme”. Der sichtlich mitgenommene Sohn erklärte, dass die Mutter schon die ganze Nacht kaum schlafen konnte, bekannte Blutdruckprobleme hätte und mehrmals mehrere Hübe ihres Sprays genommen hatte. Dabei zeigte er auf ein Nitro-Spray, das auf dem Küchenschrank stand.

Für den Laien: Nitroglycerin wird, grob gesagt, nicht nur als Sprengstoff eingesetzt (Glycerintrinitrat), sondern aufgrund seiner gefäßerweiternden Wirkung auch gerne in der Medizin (Glyceroltrinitrat), z.B. bei Angina pectoris, Herzinsuffizienz oder eben auch zu hohem Blutdruck. Zum Einsatz kommt dann in der Regel ein Pumpspray mit roter Flüssigkeit. Bei der Einnahme sollte man es aber dann auch nicht übertreiben, denn der Blutdruck fällt dann auch bei zu intensiver Einnahme gern mal ins Bodenlose. Und genau das war hier vermutlich passiert.

Die Patientin wurde also auf den Boden gelegt und die Vitalzeichen kontrolliert. Der Blutdruck lag mit etwas gutem Willen bei 100/60, Puls, EKG und BZ waren noch in passablem Rahmen. Nachdem die Patientin 2 – 3 Mal assistiert beatmet worden war, berappelte sich auch spontan die Atmung wieder. O2 gab es dann trotzdem noch. Der Gesamtzustand der Patientin besserte sich dann zusehends wieder. Sie wurde wieder ansprechbar und halbwegs orientiert. Allerdings wurde ihr auch schwindelig und es zeigten sich Übelkeit und ein starker Brechreiz.

Nachdem der Brechreiz medikamentös bekämpft worden war (Vomex), wurde die Patientin umgelagert und ohne weitere Komplikationen zur Überwachung in das nächste Krankenhaus gebracht.

Also immer schön bei der Medikamenteneinnahme aufpassen ;-)

Gestürzte Person

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Natürlich wäre es Sunny am liebsten gewesen, zusammen mit Freunden und Bekannten ins neue Jahr zu rutschen. Aber dieses Jahr musste sie leider arbeiten und sich mit ihren Kollegen begnügen. Und so freute sie sich bei Dienstantritt auf eine Nacht mit wenig Schlaf, dafür vermutlich aber diversen Alkoholleichen und chirurgischen Verletzungen. Und der erste Einsatz lies auch nicht lange auf sich warten. Eine gestürzte Person wurde gemeldet. In der Silvesternacht konnte dies eigentlich nur zwei Gründe haben: Alkohol oder Glatteis. Mit dieser Einstellung machte sie sich also auf den Weg zu Patient Nummer 1 in besagter Nacht. Und man mochte es ja kaum glauben, aber es war in der Tat der Alkohol, der zum Sturz geführt hatte. Ihr Patient war so betrunken, dass er nicht mehr allein auf den eigenen Füßen stehen konnte und war dadurch dann auch aufs Gesicht gefallen. Nase blutig, Kinn blutig, Schmerzen im Unterkiefer. Mit Hilfe von Sunny und ihrem Kollegen schaffte es der Patient dann in den RTW, wo die Wunden genauer in Augenschein genommen und versorgt wurden. Bei der Anamneseerhebung stellte sich zusätzlich heraus, dass ihr Patient Schlaganfall- und Herzinfarkt-gefährdet war und daher auch als Medikation Marcumar nahm. Im Zusammenspiel mit Alkohol und Stürzen sicherlich keine guten Voraussetzungen. Also fuhren sie ins nächste Krankenhaus.

Während der Wartezeit im Krankenhaus auf den Arzt verspürte der Patient dann plötzlich starken Harndrang. Vor die Alternativen Einhalten oder Urinflasche gestellt, bestand der Patient darauf, das Pissoir aufsuchen zu müssen. Und da er ja des Gehens nicht mehr unbedingt mächtig war und Sunny und ihr Kollege auch unnötige Sauerei vermeiden wollte, kamen sie der Bitte der Schwester nach und brachten den Patienten zu zweit zur Toilette. Wirklich gut lief es da auch nicht, aber Sunny war ja zumindest nicht für das Reinigen der Toilette zuständig und hatte ihre Pflicht getan.

Sunny vermutete, dass dies auch nicht der einzige Einsatz dieser Art in dieser Nacht bleiben sollte.

Und liebe Leute: Alkohol ist ja schön und gut, aber bitte doch nur bis zu einem erträglichen Punkt. Und gerade bei der Einnahme von Medikamenten sollte man doch recht vorsichtig damit sein!

In diesem Sinne: Allen ein frohes neues Jahr!

Nicht zumutbar

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Wieder mal ein Psych – Einsatz für Kollegin Sunny. Trotz der Größe ihrer Heimatstadt kam das nicht all zu oft vor, von daher wusste sie nie, was sie wohl erwarten würde. Einsatzort war eine der Polizeiwachen in der Stadt. Die noch recht junge Patientin war eigentlich stationär in einer psychiatrischen Klinik und hatte nun 2 Tage “Urlaub”, um diverse Formalitäten zu klären. Nun hatte sie sich aber an diesem Tag mit ihrem Freund gestritten, zu viel getrunken, war vor die Tür gesetzt worden und wollte jetzt einfach wieder in die Klinik. So saß sie nun wie ein Häufchen Elend bei der Polizei im Warteraum, da ihr, bedingt durch den massiven Alkoholgenuss, auch äusserst übel war.

Die Polizei hatte mit der diensthabenden Psychiaterin telefoniert und die Patientin angekündigt. Die Ärztin hatte vorgeschlagen, sie einfach in ein Taxi zu setzen, da sie ja in keinster Weise aggressiv oder vital bedroht war. Dies hatte der Polizist aber abgelehnt. Das könnte man dem Taxifahrer doch nicht zumuten. Also wurde der Rettungsdienst bemüht.

Auf dem Weg zu Fuß nach draußen überkam es die Patienten dann plötzlich direkt vor dem Haupteingang. Schwallartig und in hohem Bogen erbrach sie gleich mehrfach und in rauhen Mengen. Tja, was sollte Sunny dazu sagen? So war wenigstens im RTW Ruhe und die Polizei hatte dann auch noch etwas zu tun ;-)

Ach ja, die Fahrt war dann absolut ereignislos und die junge Frau war froh, als sie endlich wieder in “ihrem” Bett in der Psychiatrie lag.

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