Kollegen auf Kundenfang
Mittwoch, 10. Februar 2010 | Autor: Chris
Dass ich in Rheinland Pfalz wohne kann man ja dem Impressum entnehmen. Dass das Rote Kreuz hier im Rettungsdienst eine ziemliche Vormachtstellung und (zumindest im nördlichen Rheinland Pfalz) bis auf wenige Ausnahmen fast schon ein Monopol hat wissen dagegen vermutlich nur die wenigsten. Vereinzelt fahren hier in der Gegend noch die Malteser bzw die Feuerwehr, die anderen großen Hilfsorganisationen (ASB, Johanniter) sind im Rettungsdienst absolute Ausnahmen. Lediglich beim Hausnotruf, Essen auf Rädern, etc mischen sie manchmal noch mit. Soweit zur Vorgeschichte.
Die Tage klingelt mein Telefon. Der Zugführer unseres Ortsvereins ist dran. Es gäbe eine Beschwerde einer Anwohnerin unseres Ortes, dass jemand illegal Spenden für das Rote Kreuz sammeln würde. Nichts wirklich Neues. Solche Typen gibt es immer wieder. Sie versuchen den Menschen zu erklären, dass man nur als Mitglied Anrecht auf einen Rettungshubschrauber bzw den Rettungsdienst hat, kleiden sich als Rettungsdienstler, obwohl sie nicht dazu gehören,… Hat es alles schon gegeben.
Der Geschäftsführer hätte bereits Kenntnis und hätte auch schon mit dem Ordnungsamt telefoniert, diese wären aber sehr überlastet. Er selbst hätte auch keine Zeit. Ob ich mich da vielleicht mal schlau machen und den Spendeneintreiber suchen könnte. Er müsste irgendwo in meiner Nachbarschaft zu finden sein. Nichts leichter als das. Ich schmeisse mich also in meinen schwarzen Anzug, statte mich mit Sonnenbrille, Handy und Kamera aus und begebe mich auf die Suche, um die Invasion der Ausserörtlichen zu stoppen.
Kategorie: Offtopic | 10 Kommentare





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