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Update: Lautstärkenbegrenzung für Einsatzfahrzeuge

Gut einen Monat ist es her, dass ich über die fragwürdige Petition zur nächtlichen Lautstärkenbegrenzung von Einsatzfahrzeugen mit Sondersignal berichtet habe. Eigentlich hätte man es sich damals schon denken können, aber ich hätte nie gedacht, dass es wirklich dazu kommt. Via retter.tv habe ich nämlich nun von der „Gegen-Petition“ erfahren. Sie trägt erstaunlicherweise den Titel „Keine Änderung der StVO zu Sondersignalen für Einsatzfahrzeuge“ und soll genau das bewirken. Aktuell steht es 91 zu 493 Mitzeichnern. Warum es dazu überhaupt einer Petition bedarf? Ich weiß es nicht. Wer trotzdem mitzeichnen will kann dies noch bis zum 29. März tun. Viel Spaß dabei, egal ob ihr euch für die gute oder die dunkle Seite der Macht entscheidet 😉

Lautstärkenbegrenzung für Einsatzfahrzeuge

Bin bei Facebook über einen Link vom Rettungsdienst-Blog gestolpert. Da hat doch tatsächlich jemand beim Petitionsausschuss des Bundestages eine Petition eingereicht, dass man doch bitte endlich die StVZO dahingehend abändern möge, dass das Martinshorn von Einsatzfahrzeugen zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr auf maximal 80 db (A) zu begrenzen ist, gegenüber den maximal 105 db (A) am Tag. Mit dieser Maßnahme sollen gesundheitliche Schäden durch „Schallzeichen“ verhindert werden.

Meinungs-Mittwoch: Pflegenotstand

Diese Woche will ich mich mal mit einem Thema befassen, das nicht direkt mit dem Rettungsdienst zu tun hat: Der Situation des Pflegepersonals in Krankenhäusern. Es hat sich in den letzte Monaten und Jahren viel getan in dieser Hinsicht, teils positiv, teils negativ. Sicherlich ist es auch von Haus zu Haus, vielleicht auch innerhalb der Häuser von Station zu Station unterschiedlich, was die Personalstärke angeht. Ich habe auf jeden Fall bei meinem stationären Aufenthalt in den letzten Tagen eine Station erwischt, wo das Personal zugab, dass momentan ziemlich Personalnot herrscht. Zivis bzw Bufdis gab es nicht, genauso wenig SchülerInnen. Erschwerend hinzu kam das lange Wochenende, wodurch eine einzelne Pflegekraft für bis zu 18 Patienten zuständig war. Wobei auch nicht alle Betten belegt waren. So lag ich 5 von 7 Tagen allein im Dreibettzimmer 🙂

Nächtlicher Besuch der Kollegen

Eine bestimmte Angst habe und hatte ich schon immer: Die Dienste meiner Kollegen einmal in Anspruch nehmen zu müssen, entweder für mich persönlich oder Angehörige. Das soll nicht heißen, dass ich ihnen eine korrekte Versorgung nicht zutrauen würde. Vielmehr ist es einfach ein blödes Gefühl, sie rufen zu müssen und nicht selbst mit der Situation klar zu kommen. Vor einigen Jahren musste ich zwar schon einmal RTW und NEF rufen, allerdings waren es damals auch keine direkten Kollegen. Außerdem versuche ich eigentlich recht strikt, Privatleben und Job zu trennen. Sprich, ich erzähle auf der Wache nicht sonderlich viel über Freizeit, persönliche Aktivitäten, Freundin, etc. Nun habe ich ja aber seit einigen Wochen und seit langer Zeit wieder eine Freundin, was den ein oder anderen Kollegen durchaus sehr neugierig werden lies. Trotzdem habe ich es bisher eigentlich ganz gut geschafft, sie darüber im unklaren zu lassen 🙂 Donnerstag früh musste ich dann dummerweise beides kombinieren.

Na wo ist denn der kleine RettAss?

Es gibt Sachen, die gibt es eigentlich gar nicht. Oder sollte es zumindest nicht geben. Wie z.B. das Erlebnis aus der vergangenen Nacht. Wir brachten einen Patienten in ein kleines Kreiskrankenhaus. Innere, Chirurgie, ein paar Belegbetten, fertig. Von daher wird eigentlich gerade nachts nur zwischen Patienten für die Innere und die Chirurgie unterschieden.