Alle Artikel in: Zum Grübeln

Sosi-Spielereien

Da dieses Thema in den letzten Tagen mehrfach diskutiert wurde, unter anderem beim Bloggertreffen mit Bloggaspritze und Special Agent Gibbs und ich es in den letzten Tagen auch mehrfach “live” gehört habe, will ich dieses Thema mal hier zur Diskussion stellen. Offiziell ist es ja letztlich so, dass uns im Notfalleinsatz Sonder- und Wegerechte zustehen, die uns eben bestimmte Rechte im Straßenverkehr einräumen. Freie Bahn müssen aber andere Verkehrsteilnehmer z.B. nur schaffen, wenn das komplette Sondersignal läuft, sprich Blaulicht und Horn. Nun gibt es ja Kollegen, die gerade das Horn nur an Kreuzungen laufen lassen oder auch mal gerne innerorts ganz ohne Signal unterwegs sind, da es ja “nicht weit” ist und es “auf so kurzer Strecke ja eh nichts bringt” oder um kein Aufsehen zu erregen. Wie seht Ihr das? Wie wird das Thema Sondersignal von Euch gehandhabt? Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Kommentare!  

Es lebe die “Stille Post”

Die “Stille Post” kennt wohl jeder. Eine x-beliebige Information wird von Person zu Person weiter gegeben und man darf gespannt sein, was am Ende davon noch übrig bleibt. Unsere Wache ist in dieser Hinsicht manchmal einfach einzigartig. Neuestes Beispiel vom gestrigen Tage:

Niederes Pack

Liebe Hausärzte, ist es wirklich so schwer, auf kompetente und professionelle Art und Weise mit dem Rettungsdienst-Personal umzugehen? Bei manchen Vertretern dieser Zunft scheint das leider nicht möglich zu sein. Dem Rettungsdienst-Personal werden keine Übergaben gemacht, es wird größtenteils ignoriert, bis der Notarzt am Einsatzort erscheint und eine adäquate und schnelle Versorgung des Patienten wird völlig unnötig erschwert. Man wird behandelt wie das letzte Pack, dass keinerlei Ahnung von der Materie zu haben scheint.

Umgang mit Suizid-Angehörigen

Komische Überschrift, ich weiß. Aber quasi passend zu Kuhfleckis Beitrag zum Thema Selbstmord lief mir dann heute prompt eine Angehörige eines Mannes über den Weg, der sich das Leben genommen hat und wo ich mit dem RTW im Einsatz war. Ich hätte sie gar nicht erkannt, wenn mein Gesprächspartner mir nicht gesagt hätte, wer es ist. Ich hatte sie irgendwie vollkommen anders in Erinnerung, auch wenn ich mich kurzzeitig sogar um sie gekümmert hatte. Gut, damals war ziemlich viel Trubel, sehr viele Angehörige, Nachbarn, Polizei, etc. Alle Angehörigen waren damals ziemlich verheult und sie hat wohl auch etwas ihren Typ verändert. Aber sie hat mich anscheinend auch nicht erkannt bzw sich zumindest nichts anmerken lassen. Allerdings stellte sich mir die Frage, wie ich damit umgehen soll. Wir waren zeitweise allein im Raum. Oft kommt man dann mit den Menschen ins Gespräch, aber sie trainierte für sich und ich für mich. Und da ich auch nicht wusste, inwiefern sie das Ganze schon verarbeitet hat und mich vielleicht doch erkannt hat belies ich es dabei. Wäre vielleicht …

Schwierige Beratung

Mein Beruf und auch dieses Blog bringen es mit sich, dass ich sowohl für Freunde, Bekannte und Nachbarn als auch mir unbekannte Blog-Leser Ansprechpartner und Berater in jeglicher medizinischer Hinsicht werde. Egal, ob es sich dabei um die Erstellung von Diagnosen, Fragen zu irgendwelchen Krankheitsbildern oder fragliche Fehler von Kollegen, Ärzten oder wem auch immer handelt, man konsultiert mich eben immer mal wieder. Auch wenn mich einige dabei gerne als Experten ansehen, da ich ja einen medizinischen Beruf ausübe, bin ich es sicherlich nicht. Hätte ich Medizin studiert sähe das vielleicht noch etwas anders aus, aber ich bin “einfacher” Rettungsassistent und mein Wissen daher auch ziemlich beschränkt.