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Krankenkassen – Terror

Seit mehreren Tagen versuchte mich immer jemand mindestens einmal täglich mit Mainzer Nummer zu erreichen. Zwar immer zu humanen Zeiten, aber trotzdem war ich irgendwie nie da. Da die Nummer zwar angezeigt wurde, die Rückwärtssuche aber nichts ergab und auch nie etwas auf den Anrufbeantworter gesprochen wurde, hatte ich schon die Vermutung, dass es sich um irgendein Call-Center handelte.

Gestern hatten sie dann Glück und mich an der Strippe. Und ich lag natürlich richtig. Eine große deutsche Krankenkasse. Ein Kollege hätte mich empfohlen, meinte die nette Dame, und ob sie eine Chance hätte, mich zum Wechsel zu “ihrer” Krankenkasse zu bewegen. Hm, was sollte ich sagen? Ich war dummerweise schon mein Leben lang Kunde genau dieser Krankenkasse, was ich der netten Dame auch kund tat. Tja, das wäre natürlich dumm, meinte sie daraufhin, aber so etwas würde bei Empfehlungen nicht überprüft werden. Und sie musste dann in der Tat auch nur meinen Namen ins System eingeben um sofort zu sehen, dass sowohl ich als auch der Rest meiner Familie dort versichert sind.  Super, dann rufen sie lieber ne Woche lang täglich irgendwelche Menschen an, obwohl ein vorheriger kurzer Datenbankabgleich ja auch nur eine Sache von Sekunden wäre, oder?

So werden also die Gelder von den Krankenkassen verschwendet. Echt top! Aber erhöht ruhig weiter die Beiträge! Mit uns dummen Versicherten kann man es ja machen :-/

Räumfahrzeug – Quickie

Liebe Mitmenschen und Autofahrer,

wenn ein Räum-/Streufahrzeug auf der Autobahn mittig auf beiden vorhandenen Spuren fährt, um zu räumen und zu streuen, hat das so sicherlich seinen Sinn. Aber dann gibt es immer wieder nette Zeitgenossen, die sich unbedingt links am Streufahrzeug vorbei quetschen müssen, obwohl sie nur maximal die Hälfte der Spur nutzen können. Teils dann sogar so rabiat, daß das Räumfahrzeug nach rechts ausweichen muss, um eine Kollission zu verhindern. Und das war kein Einzelfall!

Sagt mal, tickt ihr noch ganz richtig?

Frustration pur

Zur Zeit ists mal wieder recht ruhig hier, aber irgendwie ist meine Stimmung momentan bzw insgeheim schon seit längerem wirklich total im A… Und das liegt nicht an den ganzen Reas und Suiziden der letzten Tage und Wochen oder dem ätzenden Wetter. Definitiv nicht.

Als ich mit diesem Job angefangen habe, hat er mir wirklich Spaß gemacht. Und genau deswegen habe ich ihn ja auch eigentlich gewählt. Natürlich war mir klar, dass das nicht einfach wird und man das ein oder andere unschöne Erlebnis verkraften muss. Das ist ja auch alles kein Problem.

Vielmehr sind es manche Kollegen, die einem das Leben schwer oder gar zur Hölle machen. Kollegen, die trotz ihres jungen Alters und in der Regel niedrigerer Qualifikation schon alles erlebt und alles gesehen haben, was man sich so vorstellen kann. Sie wissen alles (besser) und können alles. Sie sind so beliebt, dass sie den ganzen Tag SMS schreiben, telefonieren oder am Laptop chatten, wobei dann “leider” die Drecksarbeit (Wache bzw Auto putzen, Schnee räumen, Papierkram,…) liegen bleiben muss, wenn es nach ihnen geht, da diese ihnen eh nicht so zusagt. Und so macht man am besten gleich eh alles selbst, da sonst gerne die Arbeiten nur zum Teil erledigt werden oder groß getönt wird, dass alles erledigt ist und wenn man dann nachsieht natürlich doch noch irgendwas findet, was natürlich nicht erledigt wurde. Und wenn man nicht alles kontrolliert kriegt man von der Wachenleitung oder der Folgeschicht eins auf den Deckel.

So kann das auf Dauer einfach nicht weiter gehen. Heute Abend gibts den nächsten Anschiss, da wurde ich schon vorgewarnt. Und ich bin mal wieder der Dumme, da ich die Aussagen meines gestrigen Kollegen wieder mal nicht kontrolliert habe.

Am besten fahre ich demnächst allein, dann weiß ich wenigstens sicher, was gemacht ist und was nicht.

Jede Sekunde zählt

Es war mal wieder soweit. Wie in jedem Jahr stiegen im Herbst und Winter wieder die Zahl an Reanimationen und Suiziden in Sunnys Einsatzgebiet spürbar an. So war es dann auch zum Ende diesen Jahres. Und man konnte es nur immer wieder sagen: Gerade beim Herz-Kreislauf-Stillstand zählte wirklich jede Sekunde und wenn sich niemand als Ersthelfer betätigte hatte der Rettungsdienst in der Regel auch schlechte Chancen. Aber der Reihe nach:

Vor etwa einem Jahr erzählte Sunny hier von diesem Einsatz, einer erfolglosen Reanimation. Auch damals gab es einige Einweiser auf der Straße, die Patientin lag aber minutenlang ohne Versorgung in der Wohnung.

Nun wurde Sunny wieder mal zu einer “bewusstlosen Person” gerufen. Die morgendliche Uhrzeit war eigentlich typisch für Verstorbene, die irgendwann in der Nacht verstorben waren, aber dann erst morgens im Bett gefunden wurden. Dieses Mal war es aber wieder anders.

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Aufreger des Tages

Eigentlich sind es nicht nur die Aufreger des heutigen Tages, sondern gleich der letzten 3 Tage:

1. Warum wundert es die TV-Sender eigentlich so, daß immer mehr Zuschauer abwandern und sich Filme und Serien entweder auf legalem Weg wie etwa Pay-TV oder auch illegalem Weg besorgen, z.B. durch das Internet? Wer guckt denn noch freiwillig gerade Serien im Fernsehen, wenn diese ständig im Falle neuer Serien nach 2-3 Folgen wieder abgesetzt werden oder länger laufende Serien immer wieder durch Wiederholungen unterbrochen werden? Ich lasse mich doch nicht veräppeln! Warum werden z.B. bei Dr House plötzlich, 4 Folgen vor Staffelfinale, wieder Wiederholungen gezeigt??? Muss man nicht verstehen, oder?

2. Ist es wirklich so schwierig, seinen Müll korrekt zu entsorgen??? Es ist natürlich sehr leicht, das Zeug einfach auf der Straße fallen zu lassen oder auf irgendwelche Grundstücke zu schmeissen. Da ist mans los. Und die Hundebesitzer freuen sich, weil ihre Hunde alle paar Meter stehen bleiben und an Müll schnüffeln oder Essensreste vom Dönerladen oder dem goldenen M in sich rein schlingen. Von der Umweltverschmutzung mal ganz abgesehen.

3. Es ist ja schön und gut, daß jetzt alle Krankenkassen theoretisch das gleiche kosten. Dass da aber dennoch ganz große Unterschiede gemacht werden habe ich heute wieder gesehen. So braucht ein älterer Bekannter ein Dekubituskissen, da er nicht mehr so gut laufen kann, sehr viel zuhause auf der Couch sitzt und nun mittlerweile einen recht ordentlichen Dekubitus hat. Die Sache ist wohl schon recht ernst und der Hautarzt meinte, man solle da recht schnell etwas machen. Also mit dem Rezept für ein Dekubituskissen ins Sanitätshaus gestiefelt. Aber das wäre natürlich viel zu einfach. Der Angestellte dort sagt einem knallhart ins Gesicht, daß sie für Versicherte einer sehr weit verbreiteten Ortskrankenkasse keinerlei Dekubitusberatung durchführen und auch keine Kissen auf Rezept besorgen. Man möge sich doch bitte anderweitig kümmern. Also zum nächsten Sanitätshaus gefahren, welches angeblich noch mit dieser Krankenkasse zusammenarbeitet. Aber dies ist auch übertrieben. Ja, einfach so könne sie das Rezept nicht einlösen, erzählt die dortige Angestellte. Zuerst müsse sich ein Mitarbeiter des Sanitätshauses vor Ort ein Bild davon machen, wie das Ganze auszusehen hat, ob es wirklich berechtig tist, etc. Anschließend folgt dann ein Kostenvoranschlag an die Krankenkasse und diese entscheidet dann, ob ein Dekubituskissen bezahlt wird. Es ist ja sicherlich nicht verkehrt, wenn das Ganze massgeschneidert wird. Aber durch die ganze Bürokratie hat der Bekannte dann vielleicht 2012 sein Kissen, wenn der Dekubitus Grad 4 schon längst überschritten hat. Echt erbärmlich, sowas. Der Arzt stellt ja bestimmt kein Rezept für solch ein Kissen aus, wenn es nicht gerechtfertigt ist.

4. Hm, es gab auch noch einen Punkt 4, aber durch die ganze Aufregerei habe ich jetzt vergessen, was es war :-) Wird dann also vielleicht nachgeliefert.

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