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Verunfallte Kollegen

Samstag, 6. März 2010 | Autor: Chris

So, nach einigen Tagen Blog-Abstinenz dank Urlaub wieder mal ein Beitrag, allerdings direkt von der tragischeren Sorte.

Eine meiner Ängste war schon immer, dass Familie / Freunde / Bekannte / Kollegen von mir irgendwie verunfallen und ich sie im schlimmsten Fall auch noch retten / versorgen muss. Daher war ich auch eigentlich froh, dass ich in meiner eigentlichen Heimatstadt keine Stelle gefunden habe.

Rund 6 Jahre ist das jetzt gut gegangen. Bis gestern. Gestern mittag verunglückte ein Feuerwehrfahrzeug meines aktuellen Heimatortes auf einer Einsatzfahrt. Der Fahrer starb dabei, der Beifahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, lag stundenlang im OP. Wie es ihm mittlerweile geht weiß ich leider nicht.

Beide sind Familienväter, haben mehrere Kinder, sind teils sehr engagiert und beliebt in der Gemeinde. Beide sassen schon bei mir in Erste Hilfe – Kursen. Wirklich gut kenne ich sie nicht, aber es reicht, um sich hin und wieder auf Festen oder auf der Straße zu unterhalten. Man kennt sich eben, was in einer 1800-Einwohner-Gemeinde auch fast normal ist.

Da ich frei hatte war ich auch nicht an der Einsatzstelle, aber es beschäftigt einen schon ganz gut, da man die Menschen und teils auch deren Familien eben kennt.

Mein herzliches Beileid gilt der Familie des Toten. Und ich wünsche beiden Familien viel Kraft, um die schwierigen Zeiten zu überstehen!

>> Bericht auf Volksfreund.de

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Symposium Notfallmedizin 2010

Sonntag, 21. Februar 2010 | Autor: Chris

Gestern fand wieder das jährliche Notfallsymposium an der Klinik für Anästhesiologie der Uni Mainz statt, nicht zu verwechseln mit dem notfallmedizinischen Landessymposium Rheinland-Pfalz, welches dieses Jahr an einem mir gerade entfallenen Datum in Kaiserslautern stattfinden wird.

Trotz Wechsel des Hörsaals war dieser wie auch im letzten Jahr mehr als voll, so dass teils auch die Treppen besetzt waren bzw die Teilnehmer in angrenzenden Räumen per Videoübertragung zusehen mussten.

Themen waren unter anderem die Verbindung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz, das Ehrenamt im Rettungsdienst, die Notarzt-Situation in unserem Land, der aktuelle Stand der ärztlichen Leiter Rettungsdienst, Möglichkeiten zur Schmerzbekämpfung, das akute Coronarsyndrom mit den Behandlungsalternativen Lyse und/oder Herzkatheter, die Massenimpfung bzw Pandemieplanung sowie die drei Workshops Atemwegsmanagement, CPAP-Therapie und der intraossäre Zugang.

In mancher Hinsicht zeigte sich wieder, dass es noch ein langer Weg zu wirklich einheitlichen Fahrzeugen und Behandlungsstrategien im ganzen Land ist und dass es nach wie vor teils recht ordentliche Unterschiede zwischen der “Stadt-” und “Landrettung” gibt. Da liegt noch viel Arbeit vor den Verantwortlichen, aber die ärztlichen Leiter waren da recht zuversichtlich. Schauen wir mal, ob sie Recht behalten.

Auch der Vortrag zur Pandemie sorgte für Gefühlsschwankungen. Die Behauptung von Frau Dr. med Angelika Hornig, Referatsleiterin des öffentlichen Gesundheitsdienstes im Ministerium für Arbeit, Soziales, … Rheinland-Pfalz, dass sicherlich alle Anwesenden im Hörsaal gegen die Schweinegrippe geimpft seien, sorgte für aufbrausendes Gelächter und die abschließende Frage, wer denn wirklich geimpft sei zeigte nur zu deutlich, dass nur ein kleiner Bruchteil der Anwesenden tatsächlich geimpft ist.

Sehr unterhaltsam war auch der Vortrag von Dr med Felix Post, der den Standpunkt Contra Lyse beim ACS vertreten sollte, was er als Herzkatheterspezialist auch sehr amüsant tat.

Im kommenden Jahr sollen dann wohl beide Symposien fusionieren. Schauen wir also mal, was die Zukunft so bringt.

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Krankenkassen – Terror

Freitag, 5. Februar 2010 | Autor: Chris

Seit mehreren Tagen versuchte mich immer jemand mindestens einmal täglich mit Mainzer Nummer zu erreichen. Zwar immer zu humanen Zeiten, aber trotzdem war ich irgendwie nie da. Da die Nummer zwar angezeigt wurde, die Rückwärtssuche aber nichts ergab und auch nie etwas auf den Anrufbeantworter gesprochen wurde, hatte ich schon die Vermutung, dass es sich um irgendein Call-Center handelte.

Gestern hatten sie dann Glück und mich an der Strippe. Und ich lag natürlich richtig. Eine große deutsche Krankenkasse. Ein Kollege hätte mich empfohlen, meinte die nette Dame, und ob sie eine Chance hätte, mich zum Wechsel zu “ihrer” Krankenkasse zu bewegen. Hm, was sollte ich sagen? Ich war dummerweise schon mein Leben lang Kunde genau dieser Krankenkasse, was ich der netten Dame auch kund tat. Tja, das wäre natürlich dumm, meinte sie daraufhin, aber so etwas würde bei Empfehlungen nicht überprüft werden. Und sie musste dann in der Tat auch nur meinen Namen ins System eingeben um sofort zu sehen, dass sowohl ich als auch der Rest meiner Familie dort versichert sind.  Super, dann rufen sie lieber ne Woche lang täglich irgendwelche Menschen an, obwohl ein vorheriger kurzer Datenbankabgleich ja auch nur eine Sache von Sekunden wäre, oder?

So werden also die Gelder von den Krankenkassen verschwendet. Echt top! Aber erhöht ruhig weiter die Beiträge! Mit uns dummen Versicherten kann man es ja machen :-/

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Räumfahrzeug – Quickie

Sonntag, 31. Januar 2010 | Autor: Chris

Liebe Mitmenschen und Autofahrer,

wenn ein Räum-/Streufahrzeug auf der Autobahn mittig auf beiden vorhandenen Spuren fährt, um zu räumen und zu streuen, hat das so sicherlich seinen Sinn. Aber dann gibt es immer wieder nette Zeitgenossen, die sich unbedingt links am Streufahrzeug vorbei quetschen müssen, obwohl sie nur maximal die Hälfte der Spur nutzen können. Teils dann sogar so rabiat, daß das Räumfahrzeug nach rechts ausweichen muss, um eine Kollission zu verhindern. Und das war kein Einzelfall!

Sagt mal, tickt ihr noch ganz richtig?

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Frustration pur

Dienstag, 12. Januar 2010 | Autor: Chris

Zur Zeit ists mal wieder recht ruhig hier, aber irgendwie ist meine Stimmung momentan bzw insgeheim schon seit längerem wirklich total im A… Und das liegt nicht an den ganzen Reas und Suiziden der letzten Tage und Wochen oder dem ätzenden Wetter. Definitiv nicht.

Als ich mit diesem Job angefangen habe, hat er mir wirklich Spaß gemacht. Und genau deswegen habe ich ihn ja auch eigentlich gewählt. Natürlich war mir klar, dass das nicht einfach wird und man das ein oder andere unschöne Erlebnis verkraften muss. Das ist ja auch alles kein Problem.

Vielmehr sind es manche Kollegen, die einem das Leben schwer oder gar zur Hölle machen. Kollegen, die trotz ihres jungen Alters und in der Regel niedrigerer Qualifikation schon alles erlebt und alles gesehen haben, was man sich so vorstellen kann. Sie wissen alles (besser) und können alles. Sie sind so beliebt, dass sie den ganzen Tag SMS schreiben, telefonieren oder am Laptop chatten, wobei dann “leider” die Drecksarbeit (Wache bzw Auto putzen, Schnee räumen, Papierkram,…) liegen bleiben muss, wenn es nach ihnen geht, da diese ihnen eh nicht so zusagt. Und so macht man am besten gleich eh alles selbst, da sonst gerne die Arbeiten nur zum Teil erledigt werden oder groß getönt wird, dass alles erledigt ist und wenn man dann nachsieht natürlich doch noch irgendwas findet, was natürlich nicht erledigt wurde. Und wenn man nicht alles kontrolliert kriegt man von der Wachenleitung oder der Folgeschicht eins auf den Deckel.

So kann das auf Dauer einfach nicht weiter gehen. Heute Abend gibts den nächsten Anschiss, da wurde ich schon vorgewarnt. Und ich bin mal wieder der Dumme, da ich die Aussagen meines gestrigen Kollegen wieder mal nicht kontrolliert habe.

Am besten fahre ich demnächst allein, dann weiß ich wenigstens sicher, was gemacht ist und was nicht.

Kategorie: Zum Grübeln | 16 Kommentare

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