Alle Artikel in: Erste Hilfe

Medical english

Patienten, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, stellen ja öfter mal ein Problem dar. Je nachdem, welcher Herkunft sie sind, wird die Verständigung wirklich schwierig. Mit etwas Glück sprechen sie zumindest ein paar Brocken Deutsch oder zumindest Englisch. Wobei ich dann auch auf mein Schulenglisch zurückgreifen muss, dass zum einen schon ein paar Jährchen her ist, zum anderen auch nicht wirklich auf medizinische Begriffe einging. Leider findet man dieses Thema auch bisher nicht in der Standard-Fortbildung, auch wenn die neueren ERC-Guidelines zumindest für Leitstellendisponenten Englisch als Zweitsprache anstreben, um eben die Verständigung zu verbessern. Wenn man sich in dieser Hinsicht also fortbilden will ist Selbststudium angesagt. Daher meine Frage an Euch: Macht ihr das in irgendeiner Form? Lest ihr Bücher dazu, besucht ihr irgendwelche Fortbildungen? Oder hofft ihr einfach, dass ihr euch irgendwie mit Hand und Fuß verständigen könnt? Ein Kollege war jetzt vor kurzem auf einer Fortbildung “Medical English”, die wohl sehr gut, aber auch nicht billig war, da er sie selbst bezahlen musste. Von der Fortbildung mitgebracht hat er dieses Buch, was …

Negativerlebnisse sind böse

Nach drei Tagen Erste Hilfe-Training kann ich eines mal wieder bestätigen: Sich positive Erlebnisse zu merken und diese auch weiter zu geben ist vollkommen out. In diesen drei Tagen erzählten die Teilnehmer wirklich von recht vielen Erlebnissen und Einsätzen mit dem Rettungsdienst und soweit ich mich noch erinnere war keiner davon wirklich positiv. Immer ging es um Fehler der Leitstelle, die Nichteinhaltung der Hilfsfrist, das sehr späte Eintreffen der Rettungskräfte, die bei manchen Kollegen fehlende Ortskenntnis oder die Unhöflichkeit so mancher Kollegen. Ich habe mich zwar immer bemüht, das Geschehene zu erklären und auszubessern, soweit das möglich war, aber die Teilnehmer, die noch keinen Kontakt mit dem Rettungsdienst hatten denken vermutlich trotzdem, wir wären vollkommen inkompetent und jeder Einsatz würde so laufen. Dass es sich dabei aber immer um spezielle Einzelfälle handelt war für so manchen Teilnehmer schwer zu verstehen. Da es sich um Forstarbeiter handelte ging es meist um Einsätze im Wald, die Rettungskette Forst bzw Rettungspunkte. Dass dort manchmal die Hilfsfrist nicht eingehalten werden kann sollte allen klar sein. Auch wenn das nächstgelegene …

Defi Now!

Nach dem Social Network “Wer kennt wen?“ wurde vor kurzem an der Universität Koblenz ein neues Projekt gestartet, das sicherlich ebenfalls Potential hat. Im Rahmen seiner Diplomarbeit hat der Informatik-Student Thomas Lange das Projekt “Defi Now!“ ins Leben gerufen. Sinn und Zweck des Ganzen: Bei einem Herzstillstand ist eine frühestmögliche Wiederbelebung unerlässlich, um das Leben des Patienten zu retten. Für den Ersthelfer durchaus hilfreich können Laien-Defibrillatoren, sogenannte AEDs sein. Doch wo findet man diese im Notfall?

Telefone im Generationenwechsel

Kinners, ich werde alt! Auf jeden Fall fühlt es sich so an. Ich hatte heute wieder mal das Vergnügen, mit Kindern aus dem Kindergarten, die jetzt dieses Jahr in die Schule kommen, ein wenig Erste Hilfe machen zu dürfen. Den RTW zeigen, Pflaster kleben, kleine Verbände machen, den Notruf üben,… Nichts wildes also. Der Notruf war es aber, der mich zum Grübeln brachte. Zum Üben desselben nutzen wir immer zwei Telefone, die über eine Telefonanlage miteiander verbunden sind. Wählt man bei einem der Telefone die 112 klingelt das andere. So können die Kinder immer anrufen und ich spiele dann die Leitstelle.

Das Pilzvergiftungstelefon

In Quiz-Sendungen oder auch anderen Shows sieht man ja immer wieder mal, wie es um die Erste Hilfe-Kenntnisse der Kandidaten bestellt ist. Gestern war es mal wieder soweit. In der neuen ZDF-Quizshow “Rette die Million” ging es unter anderem um die Handy-Servicenummer 124 124. Neben der richtigen Lösung “Seenotrettung” (SAR-Alarmruf, in mobilfunktechnisch abgedeckten Regionen der Nord- und Ostsee erreicht man damit direkt die Seenotleitung MRCC Bremen) gab es auch die Möglichkeit “Pilzvergiftungstelefon”, was die Kandidaten etwas verunsicherte und sie letztlich auch schlappe 175.000 Euro kostete. Hätte man jetzt im Erste Hilfe-Kurs aufgepasst bzw würde ihn regelmäßig auffrischen, hätte man ja eventuell gewusst, dass es gar keine Pilznotruf-Nummer gibt. Wozu denn auch? Gäbe es für jede Vergiftungsmöglichkeit eine eigene Nummer, hätte man im Notfall ein echtes Problem. Also, für die gestrigen Kandidaten und auch alle anderen, die es interessiert: Hat man einen Patienten mit möglicher Vergiftung, egal ob von Pilzen oder etwas anderem, ruft man zuerst einmal den Rettungsdienst und kann auch zusätzlich, sofern man noch Zeit dazu hat, eine Giftnotrufzentrale kontaktieren. Von diesen gibt es …