Löwen retten Leben
Erste Hilfe Kampagnen

Schüler retten Leben

Im Beitrag zur Woche der Wiederbelebung hatte ich schon kurz ein Video erwähnt, zu dem ich jetzt noch einmal ein paar Informationen liefern will.

Vorgeschichte

Bereits im Juni 2014 hat die Kultusministerkonferenz die „Initiative Pflichtunterricht Wiederbelebung in ganz Deutschland“ vorgestellt. Als Ergebnis sprach der Schulausschuss eine Empfehlung an die Bundesländer aus, Module zum Thema „Wiederbelebung“ ab Jahrgangsstufe 7 durchzuführen und Lehrkräfte entsprechend fortzubilden. Eine wirklich gute Sache, wie ich finde, zumal man mit dem Thema nicht früh genug anfangen kann. Wie das deutsche Reanimationsregister belegt, helfen nur etwa 18 Prozent der Bundesbürger im Ernstfall. Dabei ist der plötzliche Herztod mit bis zu 100.000 betroffenen Menschen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Ich habe auch selbst schon Erste Hilfe Schnupperkurse in Kindergarten und Grundschule gegeben, von daher denke ich, dass die 7. Klasse da auf jeden Fall passt.

Bleibt die Frage, was die einzelnen Bundesländer in den vergangenen 2 Jahren daraus gemacht haben. Und das Ergebnis ist recht ernüchternd. Lediglich 5 Bundesländer haben die Empfehlung bis jetzt in Angriff genommen. Neben Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachen-Anhalt und Thüringen ist vor allem Baden-Würtemberg mit seiner Aktion „Löwen retten Leben“ sehr bemüht, das Thema Wiederbelebung in die Schulen zu bringen. Dort werden innerhalb von 4 Jahren an 50 verschiedenen Standorten über 5000 Lehrkräfte aus 2600 Schulen in Erster Hilfe fortgebildet, um das Wissen dann an die Schüler weiter zu geben. Das Kultusministerium investiert dafür rund 1,5 Millionen Euro für Fortbildungen und Übungsmaterial.

Das Video

Um diese Schulungen nun weiter zu unterstützen und sowohl den Ausbildern als auch den Lehrern Material an die Hand zu geben, wurde im Rahmen der Kampagne „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ der obige Erklärfilm mit Kea und Frau Dr. med. Stefanie Hermann vom Klinikum Mittelbaden gedreht. In diesen kurzen Film sind in Form eines pulsierenden Herzens Pausen eingebaut, an deren Stelle der Film pausiert und die entsprechende Fragestellung mit den Teilnehmern diskutiert werden kann. Von daher ist das Video nicht nur für die Schüler, sondern eigentlich für jeden Erste Hilfe Kurs interessant.

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