Erste Hilfe Kampagnen

Eine Woche lang „ein Leben retten“

Ein Leben retten

Vor ungefähr 6 Monaten habe ich hier schon einmal von der Initiative Ein Leben retten. 100 pro Reanimation berichtet. Nun tritt diese Initiative in die „heiße Phase“ ein. Vom 16. bis 22. September findet deutschlandweit die Woche der Wiederbelebung statt.

Highlight der Woche wird neben einem Bandcontest im lebensrettenden Rhythmus von 100 Schlägen pro Minute am 17. September ein Weltrekordversuch auf dem Schlossplatz in Münster sein, bei dem über 10.000 Schüler gleichzeitig in Reanimationsmaßnahmen trainiert werden sollen. Daniel Bahr, seines Zeichens Gesundheitsminister und Schirmherr der Kampagne, wird ebenfalls vor Ort sein. Aber auch im Rest des Landes finden unzählige Aktionen, Informationsveranstaltungen und Trainings statt. Wo in Deiner Nähe eine Veranstaltung statt findet kannst Du auf der Internetseite der Initiative unter „Aktionen“ sehen.

Wer nicht selbst dabei sein kann hat unter anderem auch die Möglichkeit, das Geschehen via Liveticker auf Twitter oder Facebook zu verfolgen.

Und diese Woche der Wiederbelebung ist nur ein kleiner Teil der groß angelegten Kampagne, initiiert durch die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), den Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) sowie das German Resuscitation Council. Denn rund 5000 Menschen sterben pro Jahr, weil nur ein Bruchteil der Laien (15%) im Ernstfall mit der Wiederbelebung beginnt. Um so wichtiger ist eine flächendeckende Aufklärung zum Thema Reanimation, um Ängste zu mindern und für mehr Initiative zu werben. Denn jeder von uns kann einmal in diese Situation geraten, und das auf beiden Seiten.

Ein Leben retten

Prüfen Rufen Drücken“ ist die zentrale und einfache Botschaft. Reaktion und Atmung prüfen, über die Rufnummer 112 den Notruf absetzen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Die Mund-zu-Mund-Beatmung ist dabei zweitrangig. Wichtig ist der schnellstmögliche Beginn der Herzdruckmassage, um das Gehirn bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zumindest mit dem Restsauerstoff im Blut zu versorgen und Hirnschäden zu vermeiden.

Comedian Kaya Yanar, der auch direkt bereit war, sich für das Thema Laienreanimation stark zu machen, hat die Botschaft als Hakan für seinen Kumpel Sören (und auch alle anderen) leicht modifiziert. „Prüfst du, rufst du, drückst du!“ ist der Slogan seines Spots, mit dem er hofft, ein paar Leben retten zu können. Wir wollen es hoffen!