Aus den Medien Kampagnen

Initiative „Rettet den Rettungsdienst“

In Sachsen plant man etwas, was irgendwann vielleicht auch andere Bundesländer treffen könnte: Die EU-weite Ausschreibung des Rettungsdienstes. Die dortige Landesregierung plant einen Gesetzesentwurf, der den Rettungsdienst vollständig dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb aussetzt. Was heißt das im Klartext?

Die Wirtschaftlichkeit des Anbieters wird zum allein bestimmenden Kriterium. Bzw kann man sogar noch weiter gehen: Der billigste Anbieter erhält den Zuschlag. Die einzelnen Anbieter müssen sich also gegenseitig unterbieten und sparen, um im Rennen zu bleiben. Und wo kann man sparen? Vor allem am Personal und der Ausstattung und Wartung der Rettungsmittel. Und das in einem Bereich, in dem es im schlimmsten Fall um Menschenleben geht.

Bis Ende April werden noch Unterschriften gesammelt für eine Petition an den sächsischen Landtag. Diese können sowohl online als auch auf Unterschriftenlisten abgegeben werden.

Alle näheren Infos zur Problematik, dem Gesetzesentwurf und der Petition findet man auf der Homepage der Initiative. Jede Unterschrift zählt!

Rettet den Rettungsdienst

  1. Danke fürs verbreiten!
    Es zählt wirklich jede Unterschrift! Es gibt auch eine Facebookseite.

    https://www.facebook.com/sachsenretten

    Es wäre einfach spitze wenn sich noch mehr Blogger am verbreiten dieser Aktion beteiligen würden.
    Viele Grüße aus Sachsen!
    MaRv

  2. Werde später auch auf meinem Blog darauf hinweisen!

  3. Sonst gehts denen noch gut oder was? und wenn denen dann was passiert, ist auch wieder alles falsch…
    Geht in die gleiche Richtung wie der EU-Beschluss, dass ehrenamtliches Engagement zur Wochenarbeitszeit zählen soll mit maximal 48 Stunden Arbeiten die Woche.
    Wie soll dann eine freiwillige Feuerwehr funktionieren? Mitten im Einsatz: Chef, ich darf nicht weiter machen, hab 48 Stunden voll oder was???

  4. Mr. Gaunt

    Wo ist denn das Problem? Macht es wie in Tirol: Dilettantisch ausschreiben und dann bei nicht gewünschtem Ergebnis einfach die in Panik versetzten Lobbyisten ihre Arbeit machen lassen, bis man das Ergebnis mit einer zweiten Ausschreibung hingekungelt hat und sich alle zufrieden gegenseitig auf die Schulter klopfen.
    Wo issen der Sarkasmus-Smiley, wenn man ihn braucht? Die künstliche Panikmache mit dem Schreckgespenst Qualitätssenkung durch neue Anbieter wird funktionieren, echten Wettbewerb verhindern und ineffiziente Platzhirsche bevorteilen. Interessant, dass die SPD-Dame kräftig dagegen ist, weil „es geht ja um medizinische Versorgung“, während die Rabattverträge bei den Arzneimitteln als Sieg über die böse Pharmaindustrie gefeiert werden. Im Gegensatz zum Rettungsdienst sind da nämlich tatsächlich deutsche und europäische Arbeitsplätze bereits weggefallen, weil die Tabletten u.a. aus Indien kommen (ja, das tun sie bereits).
    Ich mache mich hier wahrscheinlich nicht beliebt, aber Monopolisten waren noch nie sonderlich effektiv und preisgünstig. Und ein kräftiger Tritt in den Allerwertesten kann da auch mal Wunder bewirken. Firmen wie Falck oder MKT, die in Tirol teilgenommen haben, müssen sich qualitätsmässig nicht verstecken.

    • Privatisierung muss ja ni schlecht sein aber wenn alle 7jahre ein neuer Arbeitgeber kommt und neue Arbeitsverträge verteilt werden, glaube das ist für niemanden Motivierend. Da gibts eine abwanderung von Mitarbeitern und es bleiben nur die, die kein anderen Job mehr bekommen und neue Mitarbeiter werden auch nur noch qualitativ minderwertige den Job machen. Welcher Mitarbeiter wird sich mit seinem Arbeitgeber indentifizieren wollen oder können, wenn er weis „ach hab ja bald ein neuen“. Dann zum Thema Monopol.: wird denn eine Feuerwehr auch ausgeschrieben???

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