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Was wäre wenn – Blogaktion

Die kranke Schwester hat eine Aktion gestartet und der Monsterdoc hat sie schon aufgegriffen. Also werde ich auch mal überlegen. Was wäre, wenn ich meinen Traumjob ergriffen hätte bzw wie sähe ein Tag in meinem Traumjob aus? Das soll natürlich nicht heißen, dass ich in meinem derzeitigen Job nicht glücklich wäre. Gut, irgendetwas gibt es sicherlich immer zu meckern, aber an sich ist der Job ok. Aber im Laufe des Lebens und gerade in der Kindheit und Jugend hat man da ja doch noch teils ganz andere Vorstellungen und so hat auch mein Berufswunsch öfter mal gewechselt. Irgendwann war es auch mal der Kameramann…

Der Wecker schrillt, ich schrecke hoch und muss mich erst mal orientieren. Wo bin ich? Ungläubig schaue ich auf den Wecker. 3:30 Uhr! Unfassbar! Das Schlafdefizit macht mir echt zu schaffen und es würde vermutlich wieder ein verdammt langer Tag werden. Dies ist die erste internationale Produktion, bei der ich dabei bin und heute würden Aussenaufnahmen anstehen.

Ich sinke zurück ins Kopfkissen. Unfassbar! Das hätte ich mir nie träumen lassen, als ich vor 13 Jahren beschloss, mein Hobby zum Beruf zu machen. In den ganzen Jahren hatte es viele schöne, aber auch sehr viele anstrengende Momente gegeben. Nach meiner Lehrzeit und vielen vielen kleineren Produktionen hatte ich es nach Jahren geschafft, mir einen bestimmten Ruf aufzubauen und auch den ein oder anderen deutschen Promi vor der Linse gehabt. Als dann vor einigen Monaten die Anfrage kam, ob ich nicht bei James Bond Nummer 23 mit dabei sein wollte, wusste ich, ich habe es geschafft.

Ich stehe auf, mache mich fertig und steige in das Taxi, das vor der Tür auf mich wartet. Es bringt mich in die Altstadt von Stockholm, die Gamla Stan. Hier steht heute eine Verfolgungsjagd auf den vielen Wasserwegen der Stadt auf dem Plan. Bond Daniel Craig jagt das Bondgirl-Duo Jessica Biel und Kate Beckinsale. Das musste einfach genial werden.

Das Wetter ist perfekt, die Ausrüstung schon vor Ort. Ich baue alles auf, richte Kamera und Co ein, was auf einem Schnellboot gar nicht so einfach ist. Dann höre ich, dass ich noch etwas länger Zeit habe, da die Damen sich verspäten. Auch kein Problem.

Eine Stunde später geht es los. Die einzelnen Boote schiessen über das Wasser und die Darsteller liefern eine bemerkenswerte Show ab. Ich habe etwas Schwierigkeiten, mich auf die Gesamtsituation zu konzentrieren, denn die Bondgirls in hautengen Taucheranzügen rauben einem wirklich die Sinne. Doch es gelingt mir, das Ganze in genialen Aufnahmen für die Nachwelt festzuhalten. Das war der Grund, warum ich diesen Job ergriffen hatte!

Stunden später ist alles im Kasten, aber ich werde noch einige Zeit brauchen, die ganze Ausrüstung trocken zu legen, alles zu verpacken und zur nächsten Location zu schaffen. Aber der Tag war es wert!

 

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  2. Aha, ein verkappter Kameramann. Dann können wir demnächst also auch kleine Filme hier erwarten?

    • Ähm, mangels entsprechender Hardware wohl eher nicht. Naja, bis auf die „Behind the Scenes“- Clips von Bond 23 eben 😉

  3. Cool! Gibt es schon ein paar Insider-Infos zum neuen Film? Kannst es mir ruhig sagen, die schreibe ja die Buchadaption des Films 😉

    • Tja, so klein ist die Welt. Aber werden die Bücher nicht VOR dem Film geschrieben? Dann müsstest Du doch eigentlich mehr wissen wie ich 😉
      Ich kann leider nichts dazu erzählen, da kaum jemand das komplette Drehbuch kennt und wir natürlich in unseren Verträgen eine Verschwiegenheits-Klausel mit recht hohen Straf-Androhungen haben.
      Ich sag nur eins: Splitterfasernackt! Mehr kann ich nicht verraten, sorry 😉

      • Das Problem ist, dass das Drehbuch, was ich ursprünglich mal hatte, längst nicht mehr aktuell ist. Die streichen und ergänzen dauernd. Was gestern noch im Film war, ist heute schon entsorgt … Du kennst das ja 😉
        Aber ich will hoffen, dass die Nacktszene drin bleibt. Hat so viel Spaß gemacht, das zu schreiben 😀

  4. Nightflow27

    Och, das ist ja cool 😀 Da hab ich eine gute Anregung für eine gedankliche Traumreise, was wäre wenn… *schmunzelt*

    Ich schick dir ganz liebe Grüße *winkt*

  5. Eine schöne Idee 🙂 Nir blöd, dass ich nie einen wirklichen Traumberuf hatte. Höchstens so früh, dass ich da zu jung war, um mich heute noch daran erinnern zu können. Daher kann ich mich dem leider nicht anschließen.

  6. Das Gedankenspiel ist süß… ich habe gerade das Blog entdeckt, gefällt mir. Und spricht mir teilweise aus der Seele, als Ex-Rettungsdienstler. Ich wäre manchmal gerne Schauspielerin geworden…

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