Zum Grübeln

Symposium Notfallmedizin 2010

Gestern fand wieder das jährliche Notfallsymposium an der Klinik für Anästhesiologie der Uni Mainz statt, nicht zu verwechseln mit dem notfallmedizinischen Landessymposium Rheinland-Pfalz, welches dieses Jahr an einem mir gerade entfallenen Datum in Kaiserslautern stattfinden wird.

Trotz Wechsel des Hörsaals war dieser wie auch im letzten Jahr mehr als voll, so dass teils auch die Treppen besetzt waren bzw die Teilnehmer in angrenzenden Räumen per Videoübertragung zusehen mussten.

Themen waren unter anderem die Verbindung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz, das Ehrenamt im Rettungsdienst, die Notarzt-Situation in unserem Land, der aktuelle Stand der ärztlichen Leiter Rettungsdienst, Möglichkeiten zur Schmerzbekämpfung, das akute Coronarsyndrom mit den Behandlungsalternativen Lyse und/oder Herzkatheter, die Massenimpfung bzw Pandemieplanung sowie die drei Workshops Atemwegsmanagement, CPAP-Therapie und der intraossäre Zugang.

In mancher Hinsicht zeigte sich wieder, dass es noch ein langer Weg zu wirklich einheitlichen Fahrzeugen und Behandlungsstrategien im ganzen Land ist und dass es nach wie vor teils recht ordentliche Unterschiede zwischen der „Stadt-“ und „Landrettung“ gibt. Da liegt noch viel Arbeit vor den Verantwortlichen, aber die ärztlichen Leiter waren da recht zuversichtlich. Schauen wir mal, ob sie Recht behalten.

Auch der Vortrag zur Pandemie sorgte für Gefühlsschwankungen. Die Behauptung von Frau Dr. med Angelika Hornig, Referatsleiterin des öffentlichen Gesundheitsdienstes im Ministerium für Arbeit, Soziales, … Rheinland-Pfalz, dass sicherlich alle Anwesenden im Hörsaal gegen die Schweinegrippe geimpft seien, sorgte für aufbrausendes Gelächter und die abschließende Frage, wer denn wirklich geimpft sei zeigte nur zu deutlich, dass nur ein kleiner Bruchteil der Anwesenden tatsächlich geimpft ist.

Sehr unterhaltsam war auch der Vortrag von Dr med Felix Post, der den Standpunkt Contra Lyse beim ACS vertreten sollte, was er als Herzkatheterspezialist auch sehr amüsant tat.

Im kommenden Jahr sollen dann wohl beide Symposien fusionieren. Schauen wir also mal, was die Zukunft so bringt.

  1. Ja, die Frage nach der Schweinegrippenimpfung kann amüsante Ergebnisse zeitigen. Ich hatte vergangene Woche auch die Gelegenheit, in einer Gruppe von knapp 200 Personen aus dem Gesundheitsbereich (wenn auch mehr dessen verwaltungsmäßigen und juristischem Teil) festzustellen, dass genau einer (!) angab, geimpft zu sein. 🙂

  2. Miriam B.

    Die Uni Mainz ist hier Vorreiter 🙂 So etwas haben wir nicht 🙁

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