Warnschuss
Da es gestern Abend seitens der Geschäftsleitung (wieder mal) einen Warnschuss gab hinsichtlich der Dinge, die man so in social networks, Blogs, aber auch “normalen” Webseiten über die Firma, Einsätze, Ärzte etc verbreitet, bin ich jetzt wieder ziemlich vorsichtig und unentschlossen, ob und wie ich in Zukunft mit Einsatzberichten bzw generell dem ganzen Blog umgehen soll. Besonders die Einsatzberichte sind zwar in der Regel verfälscht und anonymisiert, aber ob das dem Chef reicht wage ich zu bezweifeln.
Auch den bereits angekündigten Beitrag zum “Traumberuf Rettungsassistent” werde ich daher wohl auch noch einmal von Grund auf überarbeiten, um mir da kein Eigentor zu schießen.
Das ist eben leider der Nachteil an einem öffentlichen und nicht anonymen Blog. Dass sowas auch mal böse ins Auge gehen und bis hin zum Jobverlust führen kann hat man ja in der Vergangenheit schon an diversen Blogs gesehen. Hätte ich besser mal gleich anonym angefangen :-/
Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 13:17
Da es bei uns auch schon “Probleme” gab und die Geschäftsleitungen in aller Welt (obwohl ein berechtigtes Anliegen) den Umgang mit Social Communities noch Lernen müssen (aber auch die jeweiligen Autoren), bleibe ich erstmal bei dem halbwegs anonymen Blogging. Es kommt immer darauf an, was man schreiben will, Erfahrungsberichte aller Art sind immer sehr riskant, da würde ich niemals mit Namen bloggen. Aber als zB “Kommunikation- u. Werbeseite” für die eigene Praxisgut zu gebrauchen.
Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 14:19
Zum Glück ist mir sowas noch nicht passiert. Aber ich verkneife mir auch etliches….
Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 16:25
Ach verdammt. : (
Hoffentlich findest Du einen Weg, trotzdem weiterzubloggen, ohne Deinen Job in Gefahr zu bringen…
Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 20:56
Ich lese – zwar noch nicht so lang – deine Beiträge mit Begeisterung! Es wäre sehr schade, wenn du und ‘Sunny’ nicht mehr über den Alltag in und um den Rettungswagen berichten würdet.
Kopf hoch!
Blöder Tipp am Rande: Wechsle zu einem “besseren” Anbieter, der dich noch nicht ‘so’ kennt!
Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 23:46
Ich stand auch schon mal vor der Frage, ob ich mit dem Bloggen aufhören sollte oder nicht.
! Denn dein Blog ist wirklich toll und sehr lesenswert
!
Warum auch immer war mein Blog nämlich in meiner Hilfsorganisation bekannt geworden und somit nicht mehr anonym. Und wie ich mich gefühlt habe, als mir bei einem klärenden Gespräch zu einem anderen Thema plötzlich mein kompletter Blog ausdruckt vorgelegt wurde, kann man sich sicherlich denken. Zu allem Überfluss gab es vom Vize-Chef obendrauf noch Beschwerden zu manchen Einträgen, obwohl nirgendwo ersichtlich worde bzw. wird, bei welcher Hilfsorganisation ich ehrenamtlich tätig bin, noch um welche Stadt es sich handelt, noch wer ich bin.
Trotzdem habe ich mich davon nicht ermutigen lassen und blogge weiter. Und nach ein paar Tagen hat das unerwünschte (weil von den Mitgliedern meiner Hilfsorganisation kommend)Interesse an meinem Blog auch wieder nachgelassen.
Und wenn es gar nicht anders geht, mache einen neuen Blog auf (, kopiere die alten Artikel) und lasse nur deinen engsten Lesern den Link zu deinem neuen Blog zukommen. So hat das eine Freundin von mir auch gemacht.
Also lass dich bitte nicht entmutigen und blogge weiter
Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 09:41
Job geht vor – Take care!
Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 09:59
Der heutige Beitrag schmerzt mich sehr, aber wie unser Rettungsscherge schon sagt – Dein Beruf hat oberste Priorität! Weder ernährt noch finanziert ein Blog dich & deinen Lebensunterhalt. Falls du das (öffentliche) Schreiben dennoch nicht missen möchtest, überdenke explizit deine Themenauswahl. Wäge jedes Wort, jeden Satz 3 Mal ab oder führe (wie ich) alles ad absurdum.
Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Kraft!
Sei ganz herzlich gedrückt, deine treue Leserin, die Frau V.
Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 20:19
Wer würde dieses Blog, auf dem es aus den bekannten Gründen keine Einsatzberichte mehr geben könnte, mit einem neuen anonymen Rettungsdienst-Blog (bspw. bei WordPress) in Verbindung bringen? Wenn man es nicht zu offensichtlich macht (“Hallo, mein neues anonymes Blog ist hier: …”) – niemand. Du kannst hier ganz offiziell weiterbloggen und irgendwo anders schreibt eben dann ein Neuer™ völlig anonym und unbehelligt Einsatzberichte…
Allerdings sehe ich das genauso, dass da “gewisse Personen” keine Ahnung haben, dass diese Blogs ziemlich ungefährlich sind – selbst wenn Missstände angeprangert werden, was löblich ist, weiß immer noch niemand, wo diese zu finden sind. Wer es zuordnen kann, kennt die ja eh schon. Das gleiche gilt für Einsätze: natürlich werden Beteiligte sich wiedererkennen können – aber die wissen dann sowieso schon über alles Bescheid.
Freitag, 30. Oktober 2009 um 07:10
Lass Dich nicht entmutigen. Allerdings: Job geht immer vor. Übe Dich vielleicht im Hardcore-Anonymisieren bis hin dazu, aus der Chefetage jeweils das Gegengeschlecht zu machen, Dinge so zu verfälschen, dass Rückschlüsse auf den tatsächlichen Bereich nicht möglich sind (auch wenn das Ganze dann möglicherweise realitätsferner wird) und Interna nur aus lange zurückliegenden Jahren einzubauen.
Freitag, 30. Oktober 2009 um 18:03
Ich schliesse mich meinen VorschreiberInnen an. Drücke dir (und dem Blog) die Daumen für eine glorreiche Zukunft und hoffe, dass du Job und Blog unter einen Hut bringst! *fest die Daumen drücken*
ämpee
Samstag, 31. Oktober 2009 um 11:03
Danke für die vielen netten Worte!
Im Laufe der nächsten Tage und Wochen werde ich denke ich noch einmal alle Beiträge sichten, entschärfen und gegebenenfalls löschen oder umschreiben. Dadurch wird das Ganze wohl etwas sachlicher werden und weniger emotional, was ja eigentlich immer dafür gesorgt hat, daß (wie gewünscht) Diskussionen aufkamen.
Ich hoffe, daß das Blog dadurch nicht weniger interessant wird und man trotzdem noch diskutieren kann.
Samstag, 31. Oktober 2009 um 15:05
Weitermachen! Egal wie, aber weitermachen.
Natürlich geht der Job vor, aber die Variante, neu anzufangen, dass aber dann wirklich anonym, läuft ja nicht weg.
fotozelle