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Vorurteile gegenüber Rettungsdienst?

Für einen neuen Beitrag zum Thema „Traumberuf Rettungsassistent“ suche ich alle möglichen Vorurteile und Klischees, die man so gegenüber dem Rettungsdienst hat, a la „Die fahren immer mit Blaulicht zur Imbissbude“, „Die haben ne ganze Apotheke im Auto und dürfen auch alle Medikamente geben“, etc.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viele Leser per Kommentar beteiligen. Im Voraus schon einmal vielen Dank!

  1. -RettAss ist schlecht bezahlt
    -Nach LehrRettAss und ein paar netten Zusatzqualifikationen ist schluss mit der Karriere
    -Im Alter oder mit Rücken kannste den Job vergessen

  2. -Wenn du garnix kannst geh zum Rettungsdienst
    -Sehr schwer ein Job zu bekommen, gibt tausende Arbeitslose RDler

  3. – arrogante Schnösel
    – 1/4 Götter in Weiss
    – Elefanten im Porzellanladen
    – Blaulichtgeil
    – schlecht ernährt (wegen Fastfood…)
    – Strassenrambos
    – Einzelkämpfer
    – null IQ, null PS

    …mehr fällt mir grad nicht ein! 🙂 Möchte aber dazu sagen, dass ich auch GAAAAANZ normale Rettungsdienstler kenne, auf die obiges überhaupt nicht zutrifft.

    Willst Du den Leuten den Beruf madig machen?

  4. … die holen auch schon mal ne Pizza mit Tatütata 😉
    soviel zu Fastfood 😀

  5. Im Rtw sitzen Notärzte,
    Rambos auf der Strasse
    Die Pöbelanalage wird benutzt um Passanten zu belästigen
    Parken absichtlich im Weg
    Blaulichtgeil
    Rettungsgeil
    immer am Geschichten erzählen
    immer am Meckern über zu schwere Pat, doofe Einsätze
    immer am Kaffee trinken

  6. Ich hätte noch:
    – sitzen den ganzen Tag nur rum und tun nix (außer mal zur Imbissbude nebenan fahren…)
    – die Lieblingsbeschäftigung ist Pasanten erschrecken
    – Raser
    – machen sich über Patienten lustig..
    die anderen wurden schon genannt.

  7. – Meinen, sie sind etwas besseres
    – sind arrogant
    – belehren und erziehen Pflegekräfte gerne mal
    – flirten ständig mit hübschen Krankenschwestern
    – schnorren gerne mal nen Kaffee
    – Halbgötter in orange/blau
    – Tragenträger, Krankenwagenfahrer
    – Blaulichtraser

    Kann mich nur Tanja anschließen, dass trifft nicht auf alle RA`s zu ;)!

  8. vokalanästhesie

    *Hände reibt*

    Freue mich diebisch auf das Ergebnis!

    *dir nen fetten Schmatz aufdrückt*

    Und danke, dass du die Idee aufgreifst 😉

    • *rotwerd*

      Ähm, ja, ich werde mein Bestes geben. Aber ans Original kommt er sicherlich nicht ran 😉

      So, und jetzt muss ich mir erst mal einen trinken, nachdem ich jetzt weiß, was wir wirklich für ein Standing in der Gesellschaft haben 😉

  9. – können alles besser als die Ärzte
    – fahren mit Tempo hundertachtzig über kurvige Landstraßen
    – haben die abenteuerlichsten Geschichten erlebt

  10. -fühlen sich cool, wenn sie mit Tatütata fahren dürfen
    -nichts in der Birne
    -machen total Panik vor den Passanten
    -fahren dauernd mit RTW Essen holen
    -sitzen die ganze zeit vorm Fernseher
    -haben kein Bock auf den Job

    Freu mich auch schon auf’s Ergebnis 😉

    Liebe Grüße

    Lele

  11. @medizynicus:
    – Jawohl, Ärzte sind nur noch für die Unterschrift auf dem Protokoll zuständig.
    -Fahren mit 220 innerorts und grinsen deppert in die Blitzampel rein.
    -Sind einfach die Helden auf der Landstrasse.

    Vielleicht kannste ja noch wat aus meinem Artikel über den Rettungsanaphylaktischen rausziehen …

  12. Hm was fällt mir da noch einer^^

    Arbeitsscheu ohne Ende, verpissen sich mit Dachdisko

  13. die müßen zu den blödsten Zeiten arbeiten, auch an Feiertagen. Da ist nix mit Familiyschlauch…

  14. ch-student

    Können alles besser als Ärzte.
    Das einzige was noch schlimmer ist als Ärzte sind Medizinstudenten. Die dürfen ruhig merken dass sie unkompetenter Dreck sind wenn sie was nicht auf Anhieb finden/können.

    Lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen

  15. Oha, da bin ich ja doch erschrocken! Das wir nicht gut dastehen ist ja gemein geläufig, aber sowas…

    Vorurteile (Welche dadurch nicht minder stimmen müssen):
    – RS hat den Arm links braun gebrannt.
    – RA hat den Arm rechts braun gebrannt.
    – RA hat _immer_ eine Pilotenbrille dabei.
    – RS ist Cheffe vom RA.
    – SoSi ist nur zum essen holen zu gebrauchen.
    – Bei pädiatrischen Notfällen können aus einem RTW 100PS zusätzlich aktiviert werden.
    – Wir verkosten Medikamente im Rahmen des Qualitätsmanagement.
    – Ein langsamfahrender RTW mit Disco aber ohne Horn hat definitiv kein Notfall an Board.
    – Ein schneller RTW mit Disco aber ohne Horn will zwar Platz haben, aber bloß nicht von der POL gesichtet werden.
    – Essen wird grundsätzlich kalt verspeist.
    – Alle medizinischen Streetworker hüten und pflegen ihren Adipositas.
    – Murphys-Law, du weisst schon 😉
    – Wir kommen grundsätzlich zu spät, wir trödeln nur
    – Wir bewegen uns zu langsam

    Hach, mir fällt bestimmt noch mehr ein…

  16. Pingback: Vorurteile « Rettungsscherge's Blog

  17. Pingback: Vorurteile « rescue blog

  18. Spielen in der Schlange bei McDonalds oder beim Bäcker immer am Melder rum, um vorgelassen zu werden.

  19. Da fällt mir ein mein Handy kann wie der Melder klingeln^^ War neulich nen Riesen Spaß an der Wache xD

  20. @stef: Ne, am Melder rumspielen ist viel zu auffällig. Ich ruf vorher immer die Leitstelle an udn sag, sie sollen in 3 Minuten mal probealarmieren 😉

    @gr3if: Das kann meins auch. Kommt bei schlafenden Kollegen immer sehr gut an 😉

  21. vorurteile .. oh wei.

    – sobald jemand auf dem boden liegt, wird der defi ausgepackt. sieht ja auch cool aus, so 2 bügeleisen an ner mikrowelle.
    – „WIR MÜSSEN SOFORT OPERIEREN!“ … ggf sogar jetzt und hier.
    – 2 extrema: entweder sind RDler stinkreich (genau so wie ärzte ;)), oder aber arm wie kirchenmäuse.
    – zivis sind da zum kaffee kochen und essen holen. und zum desinfizieren.
    – mafiöse struktur 😉
    – im RD gibts nur männer. gibt es doch mal ne frau, dann weist sie ganz bestimmt maskuline züge auf.
    – alle krankenwagenfahrer sind sterilliumabhängig und schnüffeln, wenn keiner guckt.
    – der notarzt kommt immer mit dem krankenwagen – und immer zuspät. MINDESTENS eine halbe stunde haben die sich BESTIMMT diesmal zeit gelassen. wenn nicht sogar nochmehr!! dabei geht es doch um leben und tod, wenn sich die arme wackelige oma gerda in ihren alten tagen in den finger geschnitten hat.
    – gehen alle immer in den dienstklamotten einkaufen, damit sie vorgelassen werden in der schlange an der kasse.
    – kaffeejunkies

  22. was gibt es besseres als Voruteile?! Aber mir fällt grad nix ein. 🙂
    @Souly: Hüte dich vor Hermione. (Und von mir in ein Paar Jahren.) Wir haben doch KEINE maskuline Züge! 😀

  23. @ämpee: es heißt doch vorurteile 😉 dass es stimmt sagt doch keiner 😀

  24. Hach ja^^ Gestern die Vollversammlung Ambulanz geflopt, weil es erst einen Fehlalarm meines Handys gab und dann tatsächlich Großalarm für die ganze Wache+ Anruf des Disponenten ob wir noch mehr Autos hätten XD

    Ich glaube auf die Antowort gib uns 2 Minutem zum Umziehen und wir kommen mit 10 Rtw auf Funk war er nicht gefasst ;D^^

    Der Vu war dann insgesamt mit 6 rtw zu machen und der Rest von uns trollte sich nachdem die Pol die Absicherung machte Richtung Wache und schmiss den Grill an ;D Als Bonus war es danach dann auch völlig Ruhig.

  25. Ich kann leider nur das allgemeine Klischee zusteuern, was sicherlich schon genannt wurde:

    Das ihr, mit Blaulicht unterwegs, immer etwas Privates im Sinn habt: Feierabend machen, Zeitung holen, Staus umfahren usw.

    Nun ja.

    😉

  26. Special Agent Gibbs

    Hmm, irgendwie kann ich nicht direkt auf einen Kommentar antworten… Also mache ich es halt hier:
    @ Nr. 18 und 19: Da gab es auch mal ein schönes Video einer großen Feuerwehr in Deutschland (ich meine Hamburg), die mit einer paar Mann im Urlaub waren. Zwei Kollegen haben sich dann den Spaß gemacht, mitten in der Nacht in das Hotelzimmer der anderen zu gehen, dass Licht anzumachen und gleichzeitig über Handy den Gong abzuspielen. Die geweckten Kollegen waren erst mal völlig verwirrt…
    Andere Geschichte: Ich habe meiner Tante auf ihren Wunsch den Alarmgong einer großen Feuerwehr auf ihr Handy geschickt. Als sie dann mal im Büro angerufen wurde, hat ihr Kollege gedacht, es wäre ein Feueralarm und wollte panisch das Büro verlassen. Im letzten Augenblick hat meine Tante ihn dann aufgeklärt…

  27. Pingback: Vorurteile gegenüber dem Rettungsdienst? « Special Agent Gibbs

  28. Torsten (taxi-blog.de)

    Irgendwie scheint da was an mir vorbeigegangen zu sein… Ich hab tatsächlich von den allermeisten Vorurteilen noch niemalsnienicht irgendwas gehört. Die Blaulichtfahrten zur Frittenbude unterstellt man hier nur der Polizei. Das einzige Vorurteil, daß ich leider aus eigener Anschauung gelegentlich (seeehr gelegentlich) bestätigt bekomme ist die manchmal unverantwortliche Fahrweise unter Sondersignalen.

    Sorry, mehr fällt mir da echt nicht ein. Blöd für Deine Sammlung (und gut für Deinen Berufsstand, ihr habt damit tatsächlich einen der höchsten Respektwerte bei mir, den man sich verdienen kann).

    Aber vielleicht ist das in echten Großstädten (Paderborn ist da nicht wirklich ein Maßstab) ja auch anders und alle Vorurteile lassen sich dort bestätigen?

  29. @SpecialAgentGibbs: Ja, das ist noch ein altes Theme, das kann noch nicht mit hierarchischen Kommentaren umgehen und somit kann man auch noch nicht direkt auf einzelne Kommentare antworten. Aber ich bin schon am basteln. Kann sich nur um Jahre handeln 😉

  30. Wie es bei uns manchmal so schön heißt:

    – Wer rette, verfettet…
    Soll sich auf die ungesunde Ernährung beziehen
    – Es passiert immer nur etwas, wenn man essen will

  31. Special Agent Gibbs

    @ Chris: Ist ja kein Problem. Hatte mich nur gewundert…

  32. @28: Ohne Mampf kein Kampf!

  33. Special Agent Gibbs

    @ 28 und 30: Vergleicht dazu auch meinen Artikel:

  34. – ich dachte die WOHNEN an der Imbissbude
    – verstoßen ständig gegen die Schweigepflicht, v.a. wenn sie A-,B- oder C-Klasse Promis der Gemeinde kutschieren, versorgen, …
    – Helfersyndrom
    – vernaschen sich gegenseitig beim Warten auf den nächsten Einsatz (vorausgesetzt es passt geschlechtsmäßig) – sorry

    • @degeldgier: Das mit dem Vernaschen wär mal so ne Sache. Aber dafür bin ich viel zu schüchtern und bräuchte erst einmal eine willige Kollegin 😉

  35. ÄHMMM Halt Stop… Wer hat den bitte überhaupt Kolleginnen? Und welche sehe auch noch gut aus…..

    Wir haben 50 Angestellt an unserer Wache. Davon sind 3 Frauen, davon sieht eine sogut aus, dass ich in meiner Fantasie darüber nachdenken könnte…

    Lg

    • @gr3if: Also hübsche Kolleginnen gibt es bei uns sowohl auf der Wache als auch generell in der Firma schon einige. Aber die sind dann in der Rege auch vergeben.

  36. Ich glaub ich brauch mal nen Austauschprogramm zur Wissenserweiterung^^ Ist das eine Hiorg Wache bei dir?
    Oder Bf?

  37. Rettungsschnuffi

    – RDler prahlen gern mit ihrem Job (evtl. aus Minderwertigkeitskomplexen weil man a) keine 3 Jahre Ausbildung oder Studium benötigt wie alle anderen und/oder b) im Vergleich zu anderen doch eher am Unterrand der Gehaltsklassen leben)
    – erzählen immer irgendwelche ekligen Geschichten mit viel Blut, Kotze und blumigen Gerüchen, besonders wenn es mal gar nicht passt (Kindergeburtstag, Essen mit Anderen)
    – hören gerne, wenn man sagt: „also ich könnte diesen Job ja nicht machen“
    – denken bei jeder Gelegenheit an ihren Job, starren ständig auf gewisse Körperteile ihres Gegenüber („die Vene könnte man ja toll punktieren““dich würde ich ja lieber nicht intubieren wollen““ah, da sitzt als der trochanter major““du hast das schönste Sternum der Welt“
    – versuchen ständig mit Fachausdrücken ihre Umwelt zu beeindrucken und zu belehren („das heißt nicht Augapfel sondern Bulbus““das nennt man Fraktur““Meine Oma hat ein Glaukom““Mein Vater wäre fast an Onomatopoesie gestorben“)
    – werden ständig gefragt: „Sie sehen doch bestimmt ständig ganz oft schlimme Unfälle“, nur das 80% der Einsätze als Herzinfarkt, Kreislaufproblemen, Flüssigkeitsmangel und Alkohol bestehen
    – versuchen, Praktikanten auf ganz einfache Weise, medizinische Zusammenhänge zu erklären, die sie selbst nicht immer unbedingt verstehen. „Also, die Herzgefäße sind wie eine Autobahn, und da kommt dann ein großer Laster aus den Beinen angefahren und hat einen Unfall und verstopft dann die Autobahn, die sich plötzlich ganz eng zusammenzieht. Also niemals den Stifneck(R) vergessen!“)
    – raten anderen gern davon ab, den selben Job zu ergreifen (schlechte Bezahlung, schlechte Arbeitszeiten, schwere Lasten) obwohl sie selbst möglichts niemals den Job wechseln würden und die Jobwahl niemals bereuen
    – alle Krankenfahrzeuge heißen Bibo-Autos oder Tatütas und jeder RDler ist von der Feuerwehr.

    • Bezüglich „starren ständig auf gewisse Körperteile ihres Gegenüber“: Wenn ich jemandem die Hand gebe drehe ich mir die Hand des Gegenübers auch immer schon nach oben und ins Licht, um schon mal zu gucken, welche Venenverhältnisse er hat 😉

  38. Rettungsschnuffi

    sind mir wohl noch ein paar dinge einjefalln:

    – RDler probieren gern mal von ihrer Medizin, gerne aus der Analgetika-Kiste oder dem BTM-Fach
    – alle Retter rauchen, trinken Kaffee und Alkohol im Übermaß
    – wer rettet verfettet
    – besonders die Kollegen belehren auch gern mal Patienten über Fehlverhalten, die sich selbst nicht besser verhalten (Sie sollten lieber aufhören zu rauchen, fettes Essen zu essen, Alkohol zu trinken, Drogen zu nehmen, etc.)
    – leben gern ihre sadistischen Züge an ihrer Umwelt aus, insbesondere Praktikanten (Putzen, Desinfizieren, Material holen, schwere Patienten schleppen lassen, alle Geräte tragen) und Besoffene (ins Shirt kotzen lassen, sehr große Viggos legen, Draufsetzen bei Randale)
    – fallen um, wenn eine schwangere Frau ihr Kind im Rettungswagen bekommt
    – fragen sich, ob man wohl früher die Nabelschnur tatsächlich durchgebissen hat
    – sind hygienefaul und stinken gern nach Knoblauch und Zaziki, mit dem Argument: die Patienten tun’s ja auch! Und da kann man es sich ja auch nicht aussuchen.
    – haben meist komische bis dämliche Frisuren, Bärte, Brillen
    – haben im Schlafzimmer einen Kuschel-Plüsch-RTW
    – sagen nicht defibrillieren sondern schocken
    – intubieren heißt beschlauchen oder beschnorcheln
    – abschießen heißt in Narkose legen
    – benutzen gern Sprüche wie: „wir fahren/parken jetzt so, is ja kein Brötchenlaster, Postauto, Gemüsekarren“, „kein Bild, kein Ton, wir kommen schon“, „lassen sie mich durch, ich bin Frisör“, „gib fenta und dann pennt er“, „alupent und das Herz rennt!“
    – lachen über männliche Krankenschwestern, äh Pfleger
    – sind gegen Frauen im Rettungsdienst
    – beim Spielen mit dem Kind mit Matchbox-Autos entseht immer eine Massenkarambolage und der RTW ist als erstes vor Ort.
    – nenen ihre Kinder oder Haustiere Florian, Florentine, Johannes, Malte/a, Akkon, Äskulap, Sama, Samuel, Heros, Hermine oder Leiste
    – können supertolle Tiere aus Untersuchungshandschuhen bauen
    – fragen jeden nach seiner krankenversichtenkarte und 10 Euro
    – dürfen kein Trinkgeld annehmen
    – haben immer eine mischung aus Kaffee-, Cola-, Tinten-, Blut-, Kotz- und Zaziki-Flecken auf ihren Diensthemden
    – kriegen Helmhaare
    – fragen sich, ob ein Schrittmacher etwas ähnliches wie ein Schuhmacher ist
    – leben auf der Straße
    – sterben auf der Straße

    hihi

    -schnuffi

    • Fleissig, fleissig 😉
      Vielen Dank für die vielen Vorurteile.
      Wobei ich definitiv nichts gegen Frauen im Rettungsdienst habe. Also, nichts wirksames 😉

  39. Special Agent Gibbs

    @ 41: Loool 😉 !

  40. – werden von alten Leuten im RTW immer gefragt: „Wolle Sie Krankenpfleger werden, oder warum mache sie das?“

  41. Als Gott die Rettungsassistenten erschuf …

    Als der Herr die Rettungsassistenten erschuf war er bereits 6 Tage in Verzug, als ein Engel erschien und sagte: „Du gibst dir ziemlich viel Mühe mit diesem Modell.“

    Gott antwortete: „Hast du dir das Anforderungsprofil angesehen?
    Ein Rettungsassistent muß in der Lage sein, einen Verletzten einen nassen Grashügel in der Dunkelheit hochzutragen, allen möglichen Gefahren trotzen um zu einem sterbenden Kind zu gelangen, Wohnungen betreten, die selbst das Gesundheitsamt meiden würde, ohne dabei seine Einsatzkleidung zu verschmutzen.“ „Er muss in der Lage sein, das dreifache seines eigenen Gewichts zu tragen, in zerstörte Autos klettern, ohne wirklich Platz zu haben und während einer Wiederbelebung eines Babys die trauernde Mutter trösten, obwohl er weiß, daß ihr Kind nie wieder atmen wird.“

    „Er muss in mentaler Topverfassung sein, ohne Schlaf funktionieren, nur mit schwarzem Kaffee und halb gegessenen Mahlzeiten. Ausserdem muß er sechs paar Hände haben.“ Der Engel schüttelte den Kopf und sagte langsam:
    „Sechs paar Hände….niemals.“

    „Es sind nicht die Hände, die mir Probleme bereiten,“ sagte der Herr,
    „Es sind die drei Paar Augen, die jeder Rettungsassistent haben muß.“

    „Und das bereits im Standardmodell?“ fragte der Engel. Der Allmächtige nickte. „Ein Paar sieht offene Verletzungen beim Blutabnehmen während er den Patienten fragt ob er HIV positiv ist (obwohl er das bereits weiß und sich wünscht einen Bürojob angenommen zu haben), das nächste Paar gehört an die Seite des Kopfes, um auch die Sicherheit für seinen Partner gewährleisten zu können. Das letzte Paar Augen gehört hier nach vorne, um vertrauensvoll auf einen blutenden Patienten sehen zu können und ihn zu versichern, dass alles nicht so schlimm sei.“ „Gott, ich bitte dich“ sagte der Engel und berührte seinen Ärmel, „ruhe dich aus und mache morgen weiter.“

    „Das ist unmöglich,“ sagte der Allmächtige, „ich habe bereits ein Modell entworfen, das ohne Zwischenfälle einen 120 Kilo schweren Betrunkenen hinter dem Steuer hervorbekommt und dabei seine fünfköpfige Familie vom Gehalt eines Angestellten im öffentlichen Dienst ernähren kann.“

    Der Engel umkreiste den Rettungsassistenten sehr langsam.
    „Kann er denken?“ fragte er.

    „Darauf kannst du wetten,“ antwortete der Herr. „Er kennt die Symptome von über 100 Krankheiten; weiß Medikamentendosierungen aus dem Schlaf; intubiert, defibrilliert und führt Wiederbelebung an Orten aus, die jeder niedergelassene Arzt meiden würde und behält trotzdem seinen Sinn für Humor.“

    „Dieses Modell hat außerdem außergewöhnliche Körperbeherrschung. Er kann mit einem Polytrauma umgehen, eine verängstigte Rentnerin überzeugen, die Türe zu öffnen, die Angehörigen eines Selbstmörders trösten um danach in der Zeitung zu lesen, wie die unfähigen Rettungsdienstler es nicht geschafft haben rechtzeitig bei dem Verletzten zu sein, obwohl das Haus in einer Straße ohne Straßenschild lag, keine Hausnummer angebracht war und niemand die Telefonnummer für einen Rückruf hatte.“Schlußendlich beugte sich der Engel zum Rettungsassistenten und fuhr mit dem Finger über die Wange. „Hier ist eine undichte Stelle,“ verkündete er. „Ich habe dir doch gesagt, dass du versuchst, zu viel in das Modell hineinzupacken.“

    „Das ist keine undichte Stelle,“ antwortete Gott, „Das ist eine Träne.“

    „Wofür ist diese Träne?“
    fragte der Engel. „Das ist für verborgene Emotionen, für Patienten, die sie verzweifelt versucht haben zu retten, für ihre Überzeugung, einen Unterschied machen zu können im Wettlauf um das Leben eines Patienten.“

    „Du bist ein Genie,“ sagte der Engel.

    Der Herr schaute traurig. „Ich habe die Träne nicht geschaffen,“ sagte er.

  42. Special Agent Gibbs

    @ Falco: Schöner Text 🙂 !

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