Aus den Medien Kampagnen

AIDS ist ein Massenmörder

Noch bevor ihre neue Kampagne überhaupt richtig gestartet ist, hat die Initiative Regenbogen e.V. schon erreicht, was sie wollte. Das Thema AIDS ist wieder in aller Munde und wird heiß diskutiert. Der äußerst anstößige TV- und Kino-Spot, der schon vor dem eigentlichen Start der Kampagne „AIDS ist ein Massenmörder“ bei Youtube kursierte (und dort mittlerweile auch schon wieder entfernt wurde, offiziell wegen der sexuellen Handlungen), zeigt ein Paar beim Liebesspiel. Eigentlich nichts verfängliches, wenn sich der Mann nicht am Ende des Videos als Adolf Hitler entpuppen würde. Neben diesem Spot gibt es dann auch noch Plakate mit Saddam Hussein und Josef Stalin in ähnlichen Posen.

So originell und provokant die Kampagne auch sein mag, so falsch kann sie auch verstanden werden. Daher laufen bereits die verschiedensten Organisationen Sturm dagegen. Man würde die eh schon diskriminierten Infizierten stigmatisieren und sie mit Massenmördern gleichstellen. Die Verantwortlichen halten dagegen. Man wolle dem Virus, der mittlerweile für über 28 Millionen Tote verantwortlich ist, ein Gesicht geben, nicht den Erkrankten. Außerdem wären die „Gemüsekampagnen“ der BzGA viel zu lasch und würden die Menschen nicht mehr aufrütteln.

Was man davon hält ist jedem selbst überlassen. Sicherlich ist die Kampagne äußerst grenzwertig und anstößig. Auf der anderen Seite wird das Thema AIDS diskutiert wie schon lange nicht mehr.

Ich halte mich da eher an meinen Lieblingsspot aus den 90ern: „Tina, was kosten die Kondome?“

Quellen: Spiegel online, Bild

  1. ich finde, man sollte das Thema „Aids“ schon immer wieder diskutieren. aber, ob das, wie es auf Youtube geschah, der richtige Weg war, mag ich dann trotzdem zu bezweifeln…

  2. Ich finde es auch wichtig, dass über Aids gesprochen wird, Aufklärung betrieben wird und das Virus nicht verniedlicht oder vergessen wird.
    Die neue Kampagne finde ich geschmacklos und daneben. Nicht, dass ich den Eindruck habe, dass Betroffene als Mörder hingestellt werden – auf diese Idee bin ich gar nicht gekommen bis zur öffentlichen Diskussion…. Aber ich finde, dass Hitler, Stalin und Hussein nicht, aber auch rein gar nichts in solchen Spots zu tun haben. SIcher, sie verschaffen Öffentlichkeit und einen Aufschrei… Aber das finde ich den definitiv falschen Weg und bin als Geschichtslehrer in Spe geradezu entsetzt wie man überhaupt nur auf die Idee kommen kann! – meine Meinung!

  3. Das bestätigt meine neulich dokumentierten Gedanken:
    „Hach, ich finde, in letzter Zeit ist alles so ultra-extrem auf Gegensätze getrimmt.“

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