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Leben retten und so

In der Blogger-Gemeinde gibt es hin und wieder nicht nur Autoren, die im Internet über sich, ihr Leben oder ihren Beruf schreiben, sondern dies auch in gedruckter Version tun. So auch der Medizynicus. Neben seinem immer wieder sehr interessanten Blog hat er nämlich auch ein Buch verfasst. Genauso wie sein Blog natürlich anonym. Denn wie er selbst sagt, hätte die Preisgabe seiner wahren Identität vermutlich nicht nur einen Jobverlust zur Folge, sondern auch rechtliche Konsequenzen.

Als ich das Buch bestellte und es dann geliefert wurde dachte ich zuerst, der Absender hätte das Buch vergessen und nur einen Werbeprospekt geschickt. Denn das Buch hat Din A5 – Format und ist mit knapp 90 Seiten auch recht dünn ausgefallen. Dies hielt mich jedoch nicht davon ab, die Lektüre zu beginnen. Und enttäuscht wurde ich nicht.

In den 24 Kapiteln von „… Leben retten und so … Geschichten aus dem Kreiskrankenhaus Bad Dingenskirchen“ erhält man Einblick in das (natürlich fiktive) Leben bzw die Arbeit eines jungen Arztes im Praktikum, den es nach Ende seines Studiums in das Örtchen Bad Dingenskirchen verschlägt. Dort muß er als Neuling erfahren, wie hart und unberechenbar der Krankenhausalltag ist, wie die Ärzte – Hierarchie funktioniert und dass das Arzt-Sein dann doch kein Zuckerschlecken ist.

Für Leser, die nicht in medizinischen Berufen arbeiten, mag der teils recht schwarze Humor doch etwas abschreckend wirken. Für „kundige“ Leser ist die Lektüre aber immer wieder amü- und interessant und man entdeckt auch immer wieder Parallelen zum eigenen Alltag. Allerdings weiß man auch recht schnell, warum der Autor lieber anonym bleibt. Denn an diesem Krankenhaus wird kaum ein gutes Haar gelassen und man lernt die Abgründe des Gesundheitssystems kennen.

Man kann nur hoffen, daß es irgendwann eine Fortsetzung gibt, denn dieses Buch ist definitiv zu kurz.

Ach ja, einen Rüffel gibt es auch noch: Denn auch beim Medizynicus scheint es nur Krankenwagen und Sanitäter zu geben. Vielleicht wird das ja, zusammen mit diversen anderen kleinen Fehlern, in einer zweiten Auflage oder der Fortsetzung korrigiert 😉

  1. Vielen Dank 🙂
    Ja, an der Fortsetzung wird gearbeitet… und ich werde mich bemühen, Deinen Berufsstand darin korrekt wiederzugeben… obwohl soo schlecht kommen Deine beiden Kollegen bei mir ja gar nicht weg, oder?

  2. Von der Berufsbezeichnung mal angesehen magst Du Recht haben, ja 😉

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