Zum Grübeln

Schutzmaßnahmen bei Schweinegrippe

Nachdem sich ja laut Bild ein Drittel der Weltbevölkerung mit der Schweinegrippe infizieren könnte, gibt es mittlerweile von unseren Desinfektoren auch Regeln zum Vorgehen bei Patienten mit Schweinegrippe-Verdacht. Wir sollen ganz einfach so vorgehen wie bei der „normalen“ Influenza auch: Schutzkittel, Handschuhe, FFP3-Masken, danach Auto desinfizieren, duschen gehen und Wechsel der Einsatzkleidung. Natürlich auch möglichst kein (ungeschützter) Kontakt mit möglicherweise infektiösen Gegenständen wie Türklingeln, Türklinken, Patienteneigentum,…

Ähm, muss ich dann jetzt alle Patienten, die Symptome einer Grippe haben, in Vollschutz fahren??? Woher soll ich denn bitte wissen, ob es Influenza oder sogar Schweinegrippe ist? Nachdem es ja jetzt sogar schon in Deutschland Mensch-zu-Mensch-Übertragungen gegeben hat muss mein Patient ja noch nicht mal mehr in Mexiko gewesen sein, um sich mit dem H1N1-Virus infiziert zu haben.

Mal abgesehen davon, dass ich noch nie jemanden mit Grippe – Symptomen im Vollschutz gefahren habe und wir in RTW und Lager auch nur einen Minimalbestand an FFP3-Masken haben, der für 2 – 3 Fahrten reicht.

  1. chefarzt

    … wie bei der normalen „vermutlich gefährlicheren“ Influenza? Da hättet ihr aber diesen Winter viele Sets gebraucht. Naja laut dem Influenza Ticker vom RKI ist die normale Grippe ja schon längst in den Osten abgezogen. Also Anzüge erst mal einlagern (hoffe ich).

  2. Rettungsschnuffi

    ist die Frage, wie oft man überhaupt auf „normale“ Influenza-Fälle im Rettungsdienst trifft?

    Also ich kann mich in den letzten vier Jahren Rettungsdienst an einen Fall erinnern, den wir mit dem KTW gefahren haben. Einweisung durch den Hausarzt mit V.a. Influenza.

    Fraglich bleibt dabei die Dunkelziffer. Wie oft fährt man Patienten in „schlechtem AZ“ und Fieber, ohne auf den V.a. Influenza zu kommen und entsprechend zu handeln? Vor allem, wenn man bei Mitbeteiligung der Atemwege mehr an sowas wie Pneumonie denkt.

    Die meisten pflegen sich zu Hause oder im Heim, und stellen sich dem Hausarzt vor, der seltenst eine Einweisung schreibt. Und wenn doch, gibt es ja auch noch Taxis um ins KH zu kommen.

    Also die Wahrscheinlichkeit, einen Influenza-Fall im RTW zu haben, ist eher gering, und wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit einer Sonderform?

    Bei uns gab es jetzt 2 Verdachtsfälle, die sich allerdings nicht bestätigt haben.

    Verhalten bleibt wie bei normalen Influenza-Trägern auch, Patient trägt (OP-)Mundschutz, und die Besatzung Schutzoverall und FFP-3-Masken. Info an Zielklinik und anschließende Fahrzeugdesinfektion mit viruswirksamen Mitteln.

  3. Tomtom

    Also, ich denke, dass der Vollschutz hier übertrieben ist. Werde es bei uns so halten, wie bei ner Pneumonie. Patient und Besatzung FFP3-Maske und danach halt Scheuern. Vielleicht noch ne Schutzbrille für uns. Aber den Anzug halte ich für übertrieben, wenn ich danach eh die Kleidung wechsle und mir nich unbedingt nach Patientenkontakt im Gesicht rumfummel.

    Tom

  4. Bei uns liegt jetzt auch eine Anweisung aus… auch Vollschutz mit FFP3 (mit Ventil für uns… FFP3 ohne Ventil für den Patienten), Brille, Handschuhe usw.

    Ich muss echt mal nachschauen, was es bei uns für Anweisungen zur „normalen“ Influenza gibt… Bin heute Nacht Gott sei Dank verschont geblieben… Wir werden sehen, was die nächste Nacht bringt!

    Gute Nacht 🙂
    Mayla mit Z.n. Nacht-KTW

  5. Bin auch Zustand nach 11 1/2 Stunden San-Dienst und anschließend 12 h RTW Nacht 🙂 War zum Glück beides sehr ruhig.
    Ich drück dir dann auch für die nächste Nacht die Daumen 😉

  6. Du bist ja auch krank, Chris…. 😉

    Hoffe auch, dass es heute Nacht ähnlich ruhig bleibt… Konnte nach dem Nachtdienst jetzt kaum schlafen…

    Naja… wir harren der Dinge, die da kommen!

  7. Naja, dass ich krank bin (egal in welcher Form) solltest Du so langsam wissen 😉

  8. *grins* Kein Kommentar….

    Übringes: Keine Schweinegrippe heute Nacht… aber viel zu viel Polizei 😉

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