Die Woche der Wiederbelebung 2014

Woche der Wiederbelebung

Erinnert Ihr euch noch? Mit rund 12.000 Schülern wurde im vergangenen Jahr ein Weltrekord im gleichzeitigen Reanimationstraining aufgestellt. Bei vielen anderen Veranstaltungen im Rahmen der “Woche der Wiederbelebung” wurden hunderte weiterer Menschen an das Thema heran geführt und geschult. Ein wichtiger Schritt, wenn man bedenkt, dass allein in Deutschland jedes Jahr über 5000 Menschen am plötzlichen Herztod versterben, weil in lediglich 15 % der Fälle von einem Ersthelfer geholfen wird.

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Rettung der Welt, 105: Bern, Schweiz

Leichenwagen der Sanitätspolizei Bern

Eigentlich dreht sich in dieser Reihe ja alles um Einsatzfahrzeuge und Örtlichkeiten, die mit dem Retten von Personen zu tun haben. Bei dem heute vorgestellten Fahrzeug ist das etwas anders. Es kommt erst zum Einsatz, wenn der Rettungsdienst nicht mehr helfen kann. Aber habt Ihr schon mal einen Leichenwagen mit Sondersignal-Anlage gesehen?

Die Sanitätspolizei der Stadt Bern zumindest besitzt ein solches Fahrzeug, das vermutlich einzigartig in Europa ist. Das Fahrzeug wird eingesetzt, um Leichen von öffentlichen Straßen und Schienen zu bergen. Von daher dient das Blaulicht vermutlich primär der Absicherung. Aber wer weiß? In der Schweiz ist so einiges anders. So hat die Sanitätspolizei auch keinerlei polizeiliche Aufgaben und Befugnisse.

Danke wieder einmal an Paul für das Bild.

Ich hätte auch jetzt angerufen

Kennt Ihr das folgende Video?

Bei rund 8 Millionen Klicks dürfte es sicher schon der ein oder andere gesehen haben. Falls nicht investiert einfach mal die 3 1/2 Minuten. Das Video stammt zwar aus Frankreich, wäre aber sicher auch in ähnlicher Form bei “uns” möglich. Der Umgang mit hilflosen bzw hilfsbedürftigen Menschen, wie auch immer man diese definiert.

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Die Not mit der Pflege, Teil 2

Wir erinnern uns: Da liegt nun also eine arme Frau mit einer eröffneten Achillessehne in der Notaufnahme, die bei jeder größeren Bewegung des Fußes “lustig” aus der Ferse springt. Ein Zustand, der natürlich nicht so bleiben konnte.

Und so kam es, dass meine Oma recht schnell auf dem OP-Plan landete. Mit 91 Jahren, Diabetes und unter Xarelto-Therapie, was man aber alles in Kauf nehmen musste, um einer drohenden Blutvergiftung entgegen zu wirken. Zwei Tage später war es dann soweit. OP unter Vollnarkose, bei der letztlich ein Großteil der Achillessehne entfernt werden musste. Die OP an sich verlief zwar gut, nur dummerweise trat bei meiner Oma ein, was bei vielen älteren Menschen nach einer Operation passieren kann. Sie entwickelte ein Durchgangssyndrom/Delir und aus einer vorher noch völlig orientierten rüstigen und ruhigen Dame wurde von jetzt auf gleich eine völlig verwirrte, halluzinierende, und pflegebedürftige Patientin. Erschwerend hinzu kam noch die paradoxe Wirkung des eigentlich zur Beruhigung eingesetzten Tavors, wodurch meine Großmutter hyperaktiv wurde. Bei einer Wunde mit Vakuumpumpe, Zugang etc eher kontraproduktiv.

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Die Not mit der Pflege, Teil 1

Wenn man sich etwas im Internet umsieht merkt man recht schnell, dass hinsichtlich der Pflege in Krankenhäusern und Heimen einiges im Argen liegt. Seiten wie etwa Pflegenot2014 zeigen mehr und mehr, wie schlecht es um die Pflege steht. Für die Chefetagen zählt immer weniger der Patient, sondern nur noch, dass möglichst viel Arbeit in möglichst wenig Zeit absolviert wird. Die Patienten sind oft nur noch Nummern oder Arbeitsposten, die minutengenau getaktet werden müssen, um alle anfallenden Arbeiten erledigen zu können. Wie es dabei dem Personal oder auch den Patienten geht ist erst mal nebensächlich.

Aus eigener Erfahrung kann ich nun berichten, dass sich dieses Problem nicht nur im stationären Bereich ergibt, sondern (natürlich) auch im ambulanten Pflegedienst. Die einzelnen Leistungen sind auf die Sekunde genau berechnet und alles was darüber hinaus geht bedeutet zusätzlichen Stress für die ambulanten Pflegekräfte, die eh oft schon nicht mehr wissen, wie sie die ganze Arbeit erledigen sollen. Und genau aus diesem Grund schleichen sich auch immer öfter Fehler ein, die letztlich der Patient , im schlimmsten Fall mit seiner Gesundheit, ausbaden muss.

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