Die Not mit der Pflege, Teil 2

Wir erinnern uns: Da liegt nun also eine arme Frau mit einer eröffneten Achillessehne in der Notaufnahme, die bei jeder größeren Bewegung des Fußes “lustig” aus der Ferse springt. Ein Zustand, der natürlich nicht so bleiben konnte.

Und so kam es, dass meine Oma recht schnell auf dem OP-Plan landete. Mit 91 Jahren, Diabetes und unter Xarelto-Therapie, was man aber alles in Kauf nehmen musste, um einer drohenden Blutvergiftung entgegen zu wirken. Zwei Tage später war es dann soweit. OP unter Vollnarkose, bei der letztlich ein Großteil der Achillessehne entfernt werden musste. Die OP an sich verlief zwar gut, nur dummerweise trat bei meiner Oma ein, was bei vielen älteren Menschen nach einer Operation passieren kann. Sie entwickelte ein Durchgangssyndrom/Delir und aus einer vorher noch völlig orientierten rüstigen und ruhigen Dame wurde von jetzt auf gleich eine völlig verwirrte, halluzinierende, und pflegebedürftige Patientin. Erschwerend hinzu kam noch die paradoxe Wirkung des eigentlich zur Beruhigung eingesetzten Tavors, wodurch meine Großmutter hyperaktiv wurde. Bei einer Wunde mit Vakuumpumpe, Zugang etc eher kontraproduktiv.

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Die Not mit der Pflege, Teil 1

Wenn man sich etwas im Internet umsieht merkt man recht schnell, dass hinsichtlich der Pflege in Krankenhäusern und Heimen einiges im Argen liegt. Seiten wie etwa Pflegenot2014 zeigen mehr und mehr, wie schlecht es um die Pflege steht. Für die Chefetagen zählt immer weniger der Patient, sondern nur noch, dass möglichst viel Arbeit in möglichst wenig Zeit absolviert wird. Die Patienten sind oft nur noch Nummern oder Arbeitsposten, die minutengenau getaktet werden müssen, um alle anfallenden Arbeiten erledigen zu können. Wie es dabei dem Personal oder auch den Patienten geht ist erst mal nebensächlich.

Aus eigener Erfahrung kann ich nun berichten, dass sich dieses Problem nicht nur im stationären Bereich ergibt, sondern (natürlich) auch im ambulanten Pflegedienst. Die einzelnen Leistungen sind auf die Sekunde genau berechnet und alles was darüber hinaus geht bedeutet zusätzlichen Stress für die ambulanten Pflegekräfte, die eh oft schon nicht mehr wissen, wie sie die ganze Arbeit erledigen sollen. Und genau aus diesem Grund schleichen sich auch immer öfter Fehler ein, die letztlich der Patient , im schlimmsten Fall mit seiner Gesundheit, ausbaden muss.

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Rettung der Welt – Übersicht

Hauptwache der Feuerwehr Wellington in Neuseeland

Durch einen Tweet von Nessi6688 bin ich auf die Idee gekommen, zur Übersicht mal eine Karte mit allen Orten der bisherigen Bilder anzulegen. Das sieht teilweise schon sehr imposant aus, zeigt aber auch, dass es noch viele viele Länder (und ganze Kontinente) gibt, aus denen bisher leider noch keine Bilder eingesandt wurden.

Vielleicht fällt dem ein oder anderen bei einem Blick auf die Karte ja noch ein, dass er irgendwo Bilder gemacht hat. Ich würde mich auf jeden Fall freuen. Und die anderen Besucher sicherlich auch ;-)

Korrektes Absichern einer Unfallstelle, Teil 1

Da ich momentan täglich auf deutschen Autobahnen unterwegs bin ergeben sich auch unvermeidlich die ein oder anderen Momente, die einen zum Grübeln bringen.

Heute fiel mir besonders das korrekte Absichern von Unfall- bzw Pannenstellen auf. Wo kommt das Warndreieck hin? Wo hält man sich als Fahrer bzw PKW-Insasse auf? Was kann man noch tun, um das Ganze sicherer zu machen?

Gleich an 3 Pannenstellen kam ich heute morgen vorbei, alle unterschiedlich abgesichert. Was würdet Ihr sagen, wer hat es am besten gemacht bzw wo besteht noch Verbesserungsbedarf?

Kandidat 1:

  • 3-spurige Autobahn ohne Seitenstreifen
  • Geschwindigkeitsbegrenzung: 100 km/h
  • Das Pannenfahrzeug steht nur wenige Meter hinter einer Kurve auf der rechten Spur.
  • Das Warndreieck steht etwa 10-15 m hinter dem Fahrzeug, somit auch hinter der Kurve
  • Der Fahrer und alleinige Insasse trägt eine Warnweste
  • Er hantiert, ohne auf den Verkehr zu achten, in seinem Kofferraum

Kandidat 2:

  • 2-spurige Autobahn mit Seitenstreifen
  • keine Geschwindigkeitsbegrenzung
  • das Pannenfahrzeug steht auf gerader Strecke auf dem Seitenstreifen
  • kein Warnblinker
  • Fahrer und Beifahrer tragen beide Warnwesten
  • Sie warten hinter der Leitplanke

Kandidat 3:

  • 2-spurige Autobahn an einer Auffahrt
  • das Pannenfahrzeug steht rechts am Ende des Beschleunigungsstreifens
  • Warnblinker ist eingeschaltet
  • Der Fahrer steht ohne Warnweste rechts neben dem Auto
  • Das Warndreieck steht ca 30-40 m hinter dem Pannenfahrzeug und noch vor Einmündung der Beschleunigungsspur auf dem Seitenstreifen der Autobahn

Wer macht es richtig? Wer macht es falsch? Macht es überhaupt jemand völlig richtig und sicher? Was sagt ihr?

 

Blogroll-Update Februar 2014

Es ist mal wieder Zeit für eine kleine Aktualisierung der Blogroll. Einige Blogs, bei denen sich leider schon seit Monaten nichts mehr getan hat, habe ich entfernt, einige neue hinzu gefügt. Diese möchte ich hier auch kurz vorstellen.

Pflegenot2014

hatte ich schon einmal kurz vorgestellt, nur aus unerfindlichen Gründen nicht in die Blogroll gepackt. Dies ist jetzt korrigiert, zumal sich das Blog hervorragend entwickelt und mehr und mehr zeigt, wie es in der Pflege wirklich zugeht.

Gedankenknicks Fußnoten

drehen sich rund um das Apotheker-Dasein und allem, was ihm sonst noch dazu einfällt.

Frau Gesk

schreibt über die Irrungen und Wirrungen im Leben einer Lehrerin, die eigentlich einfach nur gerne und in Ruhe ihren erlernten Beruf ausüben würde.

Narkosearzt unterwegs

ist schlussendlich mal wieder ein Ärzte-Blog, das ein Anästhesist als seine eigene Selbsthilfegruppe bezeichnet und uns an seinem Leben teilhaben lässt.

Viel Spaß damit.

 

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